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Auftakt zum Piton des Neiges

Zweitagestour zum Piton des Neiges 1/6

Blick zurück nach Cilaos
mit Bartflechten behangene Bäume

Steht mir wieder eine schweißtreibende Bergtour bevor? Nach dem Kinabalu wollte ich eigentlich auf solche Wanderungen verzichten. Doch wie soll man auf La Réunion auf eine Tour verzichten, die viele als Highlight ihrer Reise beschreiben? Das wäre doch »dommage«, schade. So also schafft es die Gîte Piton des Neiges, Teil unserer Reiseunterlagen zu werden.

Sollen wir die Übernachtung in der Hütte verfallen lassen? Doch nicht mit Freudenthals und warum auch? Wenn wir schon mal da sind, dann wollen wir auch auf den höchsten Berg der Insel steigen. Mehr noch. Der Piton des Neiges ist ja zudem der höchste Berg im Indischen Ozean.

Blick in den Cirque de Cilaos
Wanderweg auf den Piton des Neiges

Bevor wir in Cilaos aufbrechen, können wir den Morgen ruhig angehen, ausgiebig frühstücken und unsere Koffer packen. Denn weil die Gîte Piton des Neiges frühstens um zwei Uhr öffnet, lohnt es sich nicht groß, schon vorher bei der Berghütte anzukommen. Unser Gepäck deponieren wir sicher im Hotel Le Vieux Cep.

Wahrscheinlich hätten wir auch das Auto beim Hotel lassen können, aber bis zum Parkplatz Le Bloc wären es zu Fuß dreieinhalb Kilometer zusätzlich gewesen – und diese immer nur bergauf entlang der Straße. Als Alternative gibt es eine Busverbindung hoch nach Le Bloc, aber ob wir einen Bus erwischen, wenn wir am nächsten Tag wieder unten ankommen? Wohl kaum.

Wanderweg zum Piton des Neiges
Lars auf dem Weg zum Piton des Neiges
Wanderweg zum Piton des Neiges

Als wir beim Parkplatz ankommen, ist dieser recht voll. Klar, die Wanderer aus der Gîte sind wahrscheinlich noch mit dem Abstieg beschäftigt. Aber mit unserem kleinen Peugeot finden wir leicht einen Platz und schon kann es losgehen. Es ist kurz vor neun Uhr und wir durchqueren den groß angelegten Picknickplatz von Le Bloc, der auf einer Höhe von 1380 m liegt. Der Einstieg auf den Wanderweg GRR1 gleich dahinter ist leicht zu finden.

Die ersten Meter ab dem Parkplatz verlaufen über einen Wurzelpfad. In etlichen Kehren geht es auf dem gut angelegten Weg immer nach oben. Der Aufstieg erfolgt durch einen tropischen Mischwald. Die Bäume sind gespenstisch schön mit Bartflechten behangen. Der feuchte Nebel, der ab den Nachmittagsstunden durch die Bergwälder von Réunion zieht, bietet ihnen perfekte Lebensbedingungen. Zudem zeigt uns der reiche Behang, dass die Luft hier oben ziemlich sauber ist.

Schutzhütte beim Plateau du Petit Matarum
Rastplatz bei der Schutzhütte beim Plateau du Petit Matarum
VG Wort
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