Sri Lanka zählt zu den beliebtesten Hochzeitsländern auf der Welt. In dem tropischen Inselstaat wird die Trauung mit einer traditionellen Poruwa Zeremonie und der Segnung in einem buddhistischen Tempel verbunden. Viele Paare verbringen nach der Hochzeit auch gleich ihre Flitterwochen auf Sri Lanka. Unsere Hochzeit wollten wir selbst zwar lieber in Deutschland mit unseren Familien feiern. Aber für die Flitterwochen haben auch wir diese traumhaft schöne Insel gewählt. Vor der erholsamen Badeverlängerung im Traumschiffhotel Heritance führte uns eine Rundreise von der tropisch heißen Küste bis hoch ins Bergland und zu den kühlen Hängen der Teeregionen.
Die Mischung aus Tropen, blühenden Gärten, Elefanten, nach Weihrauch duftende Tempel und kolonialem Flair lockte uns drei Jahre später erneut auf die Paradiesinsel. Allerdings ging es zu der Zeit leider weniger paradiesisch auf Sri Lanka zu. Zwei Monate vor unserer Reise war der Bürgerkrieg wieder ausgebrochen, und das heftiger denn je. Uns war klar, dass wir uns möglichst umsichtig verhalten mussten. Vor Ort waren wir jedoch bald froh, dass wir die Reise angetreten hatten. So waren nur die Straßen in den Norden gesperrt, den wir ohnehin nicht besuchen wollten. Dafür erlebten wir leere Tempelanlagen, ruhige Hotels, einen wunderbaren Aufstieg auf den Adams Peak und eine traumhafte Zugfahrt durch die Berge. Wir sahen einen wild lebenden Leoparden, an mehreren Orten Elefanten und hatten einen Traumstrand fast für uns alleine.
Seitdem denken wir immer wieder gerne an die beiden Rundreisen nach Sri Lanka. Auch, weil der Vorrat an Gewürzen, mit denen Lars jede Menge Gerichte verfeinert, noch lange nicht aufgebraucht ist. Und wenn bei uns trübes Wetter herrscht, verschönern wir uns mit dem feinen Tee der Insel so manch entspanntes Wochenende.
Unsere Hochzeitsreise startet mit einer Rundreise ab Negombo. Wir besuchen das Elefanten-Waisenhauses in Pinnawela, den Löwenfelsen Sigiriya und die alte Königsstadt Polonnaruwa. Danach geht es mit Kandy, Bandarawela und Ella zu einigen kleineren Sehenswürdigkeiten auf der Insel. Die Badeverlängerung genießen wir anschließend am traumhaften Strand von Ahungalla. Ab dort unternehmen wir Ausflüge zu einer Schildkrötenfarm und mit der Eisenbahn nach Galle.
Bei unserer zweiten Reise durch Sri Lanka nehmen wir unsere Eltern, bzw. Schwiegereltern mit. Anstatt eines luxuriösen Strandhotels entscheiden wir uns für eine liebevolle Privatunterkunft. Auch hier wollen wir mehr vom Land sehen als bloß den traumhaften Strand vor der Tür. Saman und Biankara fahren uns ein paar Tage über das Hochland der Insel. So kommen wir ein zweites Mal nach Pinnawela, Polonnaruwa und zum Löwenfelsen Sigiriya. Hinzu kommt eine Wanderung auf den Adams Peak und eine Zugfahrt über das Hochland. Ein weiteres Highlight ist schließlich eine Safari durch den Nationalpark Yala West.
Anfang bis Mitte Januar gilt als die beste Reisezeit. Zu der Saison ist es warm, aber noch vor der Regenzeit.
Sri Lanka ist ein tropisches Land, in dem Typhus, Denguefieber, Hepatitis A und B und die Japanische Enzephalitis auftreten.
Durch hygienisches Essen und Trinken (abgekochtes Wasser, kein lau aufgewärmtes Essen) und konsequenten Mückenschutz können die meisten Infektionskrankheiten und Durchfall vermieden werden. Sinnvolle Impfungen sind – neben dem auch bei uns nötigen Schutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio – zusätzlich Hepatitis A und B.
Weitere Informationen und medizinischen Hinweise zu Sri Lanka gibt das Auswärtige Amt.
Bei unserer ersten Reise nach Sri Lanka hatten wir zuvor Malaria-Profilaxe gekauft. Das war rausgeschmissenes Geld, da es auf Sri Lanka wahrscheinlicher ist, vom Blitz oder einem Felsen erschlagen zu werden. Sollte es dennoch zu einer Unsicherheit vor Ort kommen, gibt es vor Ort Hilfe (Reiseleiter fragen).
Das Hotel Wilde Ananas gehört einem Deutschen, womit die Verständigung dort entsprechend leicht ist. Auch die Reiseleiter, die wir hatten, hatte alle gute bis sehr gute Deutschkenntnisse.
Ansonsten kommt man in Sri Lanka mit Englisch gut zurecht, auch wenn die Aussprache der Singhalesen nicht immer ganz einfach zu verstehen ist.
Das Frühstück ist reich an frischem Obst (Ananas, Papaya, Melone, Bananen, Mango ...) und damit für die Liebhaber dieser südlichen Früchte schon ein toller Start in den Tag. Mittags haben wir meistens nur eine Kleinigkeit gegessen, um uns dann abends von der Kochkunst in der Wilden Ananas verwöhnen zu lassen.
Durch die Menüs haben wir sehr vieles probiert, was wir in einem großen Hotel nicht unbedingt auf den Teller gepackt hätten (Ladyfingers etwa), aber es war jedes Mal köstlich. Alles war frisch und bekömmlich, sodass wir keinerlei Probleme mit dem Magen hatten.
Den Aufstieg, also das Hotel für die Übernachtung in Dalhousie und den Bergführer vor Ort, haben unsere Begleiter vom Hotel Wilde Ananas organisiert. Wir mussten uns um nichts kümmern. Zu beachten gilt jedoch, dass es oben auf dem Berg empfindlich kühl wird und man oben beim Tempel die Schuhe ausziehen muss.
Eine gute Windjacke und dicke, sehr dicke Socken sind also von Vorteil. Ansonsten sollte man sich darauf einstellen, dass es früh in der Nacht losgeht und die Stufen Kondition verlangen. Wer langsam bergauf läuft, braucht nicht mehr Zeit als diejenigen, welche sich unten beeilen.
Teilweise sind die Abschnitte recht düster, außerdem hatten wir in einem Teehaus einen kurzen Stromausfall. Eine Stirnlampe ist also ebenfalls von Vorteil.
Mit der Stromspannung (in den Hotels 110 oder 220 Volt) hatten wir keine Probleme. Bei den Steckdosen reicht es in der Regel, die Sperre mit einem dünnen Kugelschreiber aufzuheben, um die Akkus aufladen zu können, unserer Weltadapter haben wir daher nicht gebraucht. Ich würde ihn aber wieder mitnehmen, um sicher zu gehen.
Wir haben bei der zweiten Reise das Hotel Wilde Ananas inklusive Transfers vom und zum Flughafen sowie auch die Rundreise direkt gebucht. Dabei haben wir für die Rundreise selbst festgelegt, was wir alles sehen wollen.
Die Leute von der Wilden Ananas haben dann vor Ort geschaut, wie die von uns gewünschte Tour am besten möglich ist, sodass wir uns eigentlich um nichts mehr kümmern mussten (abgesehen von kleineren Sachen/Wünschen).
Unsere Erfahrungen mit dem Hotel Wilde Ananas waren somit durchweg positiv. Die Transfers haben prima geklappt und auch die Rundreise war gut organisiert. Bei der Safari hat sich gezeigt, dass Saman einen sehr guten Blick für die Verstecke der Tiere hat, wodurch wir deutlich mehr gesehen haben als andere Gruppen.
Die Erfahrungen waren deutlich besser als bei unserer ersten, pauschal bei Tui gebuchten Reise.