Wandern auf der Insel La Palma

Malerische Touren auf der Insel der Abwechslung

La Palma | Wanderungen auf der Isla Bonita

Vulkane, Wälder, Steilküsten, Bananenplantagen und eine einsame Schmugglerbucht. Die Kanareninsel La Palma bietet reichlich Abwechslung beim Wandern. Angesichts einer Grundfläche von lediglich 708 km² ist es erstaunlich, welch unterschiedliche Landschaften und Vegetationszonen auf der Insel vorkommen.

Von unserem Hotel, knapp über dem Meeresspiegel, trennen uns nur wenige Kilometer von hochalpinen Regionen mit über 2.400 Metern. Wir wandern durch düstere Lorbeerwälder und steigen in den tiefen Krater des Taburiente. Ganz im Süden der Insel trotzen wir schließlich stürmischen Böen am jüngsten Vulkan des Archipels.

Balkonhäuser in Santa Cruz
Felsenhäuser an der Schmugglerbucht

La Isla Bonita – die hübsche Insel

Über 40 Prozent der Inseloberfläche sind von Wäldern bedeckt. Die botanische Vielfalt verleiht La Palma auch den Namen Isla Verde, die grüne Insel. Neidlos wird sie von den Bewohnern der anderen Kanarischen Inseln als Isla Bonita, die hübsche Insel, anerkannt.

Unterstrichen wird die Auszeichnung noch durch die UNESCO, welche die gesamte Insel zum Weltbiosphärenreservat erklärt hat. Das kennen wir bereits von Lanzarote. Der Tourismus auf La Palma ist jedoch eher »sanft« und »ländlich«. Ein »Turismo rural«, der weniger auf die Masse ausgerichtet ist.

In der Caldera des Taburiente
In der Cumbre Vieja von La Palma

La Palma – die perfekte Wanderinsel

La Palma ist durch und durch eine Wanderinsel. Somit ist sie das perfekte Reiseziel für die wanderlustigen Freudenthals. Tatsächlich jedoch treibt uns der Zufall auf die Insel, in einem Jahr, das von Spontanität lebt. Nachdem unsere eigentlichen Reisepläne allesamt ins Wasser gefallen waren, öffnet sich im Herbst ein kurzes Zeitfenster für die Kanaren. Mit nur wenigen Unannehmlichkeiten können wir kurzentschlossen nach Santa Cruz fliegen. Einzig die Hotelauswahl ist sehr überschaubar.

Der Mangel an Reisenden zwingt viele Hoteliers, den Betrieb einzustellen. Dementsprechend ruhig geht es dafür auf den Wanderwegen zu. Wir gönnen uns einen Mietwagen und unternehmen in den zwei Wochen elf wunderschöne Wanderungen. Teilweise sind diese so verschieden, dass es den Anschein erweckt, wir hätten zur nächsten Insel gewechselt. La Palma ist gespickt mit schönen Orten. Vor allem jedoch gibt uns die Insel viele Glücksmomente, die wir gerne in Erinnerung behalten werden.

Wanderungen und Ausflugsziele auf der Isla Bonita

Im Badeort Los Cancajos

Eine Suite mit Meerblick bei Los Cancajos

Der Badeort Los Cancajos befindet sich südlich der Inselhauptstadt Santa Cruz. In den 1970er Jahren wurde hier der schwarze Badestrand künstlich aufgeschüttet, um den Tourismus zu fördern. Mit ihm entstand eine Retortenstadt für Urlauber auf La Palma. Wer auf der Insel ausspannen und abschalten möchte, ist in Los Cancajos gut aufgehoben. Wir übernachten im Hotel H10 Taburiente Playa, gönnen uns dabei eine Suite mit Meerblick. Durch den Mietwagen sind wir flexibel. So stellt sich der Badeort als der perfekte Ausgangspunkt für unsere Entdeckungstouren heraus.

Mirador de la Cumbrecita

Eine Runde an der Cumbrecita

Die Kurzwanderung am Mirador de la Cumbrecita ist der ideale Einstieg für eine Wanderreise auf La Palma. Sie bietet fantastische Blicke in den gewaltigen Kessel der Caldera de Taburiente. Dabei geht es gemütlich durch einen lichten Pinienwald. Das Wetter ist nach unserer Ankunft auf der Insel zu schön um herumzusitzen. So nutzen wir den Nachmittag für diese schöne kleine Tour.

In der Schlucht Caldera de Agua

Von Zarza durch den Urwald der Caldera de Agua

Die Wanderung führt durch die düstere Schlucht der Caldera de Agua, welche einst wie La Zarza zu den Zentren der Ureinwohner von La Palma gehörte. Es geht hinein in den Lorbeerwald, durch eine vielfältige Vegetation und vorbei an gewaltigen Felsenkesseln, deren Wände durch die typisch eckigen Formen von Basaltgestein geformt sind.

Das karibische Dorf San Andrés

San Andrés - ein zauberhaftes Dorf

Zwischen Bananenplantagen und Dattelpalmen finden wir bunte Häuser, die aus der Karibik stammen könnten. San Andrés galt einst als Ort der Zuckerbarone. Noch heute sind die schicken Häuser Zeugnisse der legendären Zeit, als Zucker noch als weißes Gold gehandelt wurde. Dass sich die Zeiten ändern, sieht man jedoch an den Bananenplantagen, die längst die Zuckerrohrfelder übernommen haben. Ein hübsches Naturschwimmbecken lädt bei heißem Wetter zu ungefährlichem Badevergnügen im blauen Ozean ein.

Schöne, aber lange Wanderung durch den Krater des Taburiente

Ein Abenteuer in der Caldera de Taburiente

Die Wanderung durch die Caldera de Taburiente gilt als der Klassiker auf La Palma schlechthin. Sie beginnt auf einfachen Wegen durch den lichten Pinienwald, hinein in den riesigen Bergkessel. Dort erwarten uns eine berauschende Natur, eindrucksvolle Felsformationen und auch ein kleines Abenteuer beim Abstieg durch das Flusstal. Wir kommen dem Roque Idafe ganz nahe. Zauberhaft wirkt die Cascada de Colores, deren Bächlein sich wie ein orangefarbenes Band durch den Sand schlängelt.