Uns hat der Philanthrop ein Traumfeld hinterlassen. Innerhalb von fast zwei Jahrzehnten hatte er tausende Bäume gepflanzt. Neben dem schlechten Boden, auf dem viele Gehölze schon bald eingingen, trotzte er den Launen der Natur. Diese brach mal in Form eines Taifuns, mal als Waldbrand über den Park hinein. Von all dem ist bei unserem Besuch nichts zu sehen. Vielmehr gleicht der Kimnyoung Maze Park heute einer Kulisse, die mit vielen kleinen Nischen förmlich zu Erinnerungsfotos auffordert. Die Hauptattraktion jedoch ist das große Labyrinth. Es ist ein Irrgarten, wie man ihn sonst nur in Europa, Kanada oder in Harry-Potter-Filmen findet.
Die ersten Setzlinge der gewaltigen Koniferenhecke wurden 1987 gepflanzt. Inzwischen hat die Hecke ein ansehnliche Höhe erreicht. Verzwickt jedoch ist die Gestaltung von dem Labyrinth. Denn eigentlich sind es zwei Labyrinthe, von denen der innere vom äußeren umfasst wird. Über Treppen und Brücken sind diese miteinander verbunden. So hat auch Lars so seine Probleme. Er wollte zu den fünf Prozent gehören, die den Irrgarten in Fünf Minuten lösen. Später gab er vor, das Labyrinth als Gesamtes entschlüsseln zu wollen. Wie auch immer – nach 25 Minuten haben auch wir die Zielglocke erreicht und können fröhlich bimmeln. Spaß macht Labyrinth allemal.