Als Wanderbuchautoren sind wir daheim ständig in den Bergen unterwegs. Mal ein paar Tage nicht Wandern zu müssen, sollte also wie eine Kur wirken. Für den Fall, dass wir bei unserer Reise durch Südkorea dann doch unter Bewegungsmangel leiden sollten, habe ich im Gayasan Nationalpark eine Wanderung vorbereitet. Mit mehr als 800 Höhenmetern gelangte der Track flugs auf unser Navi, blieb in der weiteren Planung jedoch zunächst unbeachtet.
Einige Wochen später stehen wir nun in einem der Höfe des Haeinsa Tempels am Fuße des Berges Gayasan. Es ist weniger die Langeweile, die uns antreibt, eher unsere Entdeckerfreude. Wir haben traumhafte Bedingungen zum Wandern. Und noch ist der Vormittag nicht verstrichen, womit uns auch für eine längere Tour genügend Zeit bleibt. Also packen wir's und steigen einfach so weit hinauf, bis uns die Lust vergeht.