Fünf Tage in der Stadt Seoul liegen hinter uns. Das reicht, um sich zu akklimatisieren. Mit einem Mietwagen warten nun neue Herausforderungen auf uns. Uns war möglich, für die Übernahme des Wagens einen Platz direkt in der Stadt zu wählen. Mit einmal Umsteigen wäre es uns außerdem möglich, mit der U-Bahn dort hinzukommen. »Wir haben ein' Haufen Geld für die Reise gezahlt, sparen uns aber die paar Kröten fürs Taxi? Ich hab' kaum noch Speck auf den Rippen, soll aber den Koffer schleppen …?« Machen wir es kurz: Lars favorisiert eine artgerechte Unterbringung. Und wenn es die schon nicht gibt, so will er zumindest standesgemäß reisen. Ich wahre den Frieden und frage also lieber im Hotel nach einem Taxi. Was soll ich sagen? War der Service im Roadhouse bisher eher spartanisch, so überschlägt sich der junge Mann am Empfang nun schier dabei, uns eine Transfermöglichkeit zu besorgen. Das Taxi benötigt fünf Minuten bis zum Hotel. Weitere 16 Minuten soll dann die Fahrt zum Parkplatz in Mapo Seoul dauern. Eine App zeigt ihm die genauen Zeiten. Da sind wir ja mal gespannt. Der Hoteljunge wohl auch, so nervös, wie er plötzlich ist.