Die Koreaner sind von Natur aus prüde. Händchenhalten oder sich Küssen sind in der Öffentlichkeit tabu, ein Fauxpas par excellence. Sittenstrenge gehört zu den Gesellschaftsphänomenen des Landes. Wollust wird hinter Türen versteckt; und wenn es die eines Love Hotels sind. Erst wenn Erotik und Sinneslust in skurriler Kunst verpackt werden, scheinen alle Hemmungen zu fallen. Mit einem Mal wird der Freizügigkeit freien Lauf gelassen. Ausgelassene Koreanerinnen haben wir bereits im Penis Park Haesindang erlebt, als sie sich lauthals lachend auf die Skulpturen stürzten. Bei unserem Besuch im Jeju Love Land verhält es sich ähnlich. Damit setzt sich die Ausgelassenheit unbekümmert fort.