Am späten Abend landen wir auf dem Flughafen Seoul Gimpo. Anders als der Airport Incheon ist dieser über eine Bahnlinie mit der Innenstadt verbunden. Unser Hotel befindet sich mitten in Downtown Seoul, am Stadtkanal Cheonggyecheon. Dieser sollte mit einmal Umsteigen gut zu erreichen sein. So zumindest lautet unsere Theorie. Tatsächlich gelangen wir planmäßig zur Station Jongno. Leider aber verwehrt uns das Drehkreuz den Ausgang. Was ist passiert? Der Zug bis zur Seoul Station gehört zu einem anderen Tarifsystem. Trotzdem konnten wir einfach zur U-Bahn durchlaufen, ohne ein weiteres Ticket zu lösen. Wir üben uns im Anstand (Lars: »Das ist meine leichteste Übung.«).
Also versuchen wir, das nötige Ticket am nächsten Automaten nachzulösen. Doch auch hier kommen wir nur bedingt weiter. Der Kasten weigert sich, Lars Karte zu akzeptieren (nochmal Lars: »War ja klar.«). Während wir verzweifeln, lässt sich weit und breit kein Personal blicken. Wahrscheinlich hockt dieses gerade vor den Monitoren der Überwachungskameras und lacht sich über uns kaputt. So kann es dann auch beobachten, wie zwei Europäer ihre Koffer unters Drehkreuz durchschieben, um sich gleich hinterher zu zwängen. Aber wie heißt es so schön: Wo ein guter Wille ist, da darf man sich auch einen Weg bahnen.