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Nationalpark Tortuguero

San Jose hat seinen Charme. Wenn man sich aber nicht für die Schätze in den Museen interessiert und es einem auch nicht möglich ist, hinter die Kulissen zu blicken (oder man dieses Risiko nicht eingehen will),

erschöpfen sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt jedoch bald. So sind wir froh, als wir am dritten Tag nach Tortuguero aufbrechen und an die karibische Küste fahren.

Ersatzanlegestelle
Fahrt durch eine überflutete Landschaft

Nach Fahrt durch die Berge, vorbei an den Nationalpark Braulio Carillo und durch wenige heftige Regenschauer kommen wir in die Ebene von Limon. Obwohl wir im klimatisierten Bus sitzen, merken wir, wie es langsam wärmer wird.

Erst recht, als wir im Restaurant Selva Tropical (nahe Guapiles) einen Zwischenhalt für ein unerwartetes zweites Frühstück einlegen. Nach den mageren zwei Scheiben Toast im Gran Hotel eine nette Überraschung. Wie auch das kleine Gehege hinter dem Restaurant, in dem ein paar Schmetterlinge leben.

Hochwasser
fahrt durch den Regenwald nach Tortuguero

Als wir schließlich weiterfahren, erklärt unser neuer Reiseleiter, dass wir den Bus an einer anderen Stelle verlassen als ursprünglich geplant. Denn eigentlich sollten wir über den großen Kanal durch den Regenwald und Nationalpark von Tortuguero bzw. zur Turtle Beach Lodge fahren. Weil es in den letzten Tagen aber fast ununterbrochen geregnet hat, herrscht Hochwasser.

Das passiert zwei- bis dreimal im Jahr. Das ist viel zu selten, als dass man eine vernünftige Straße zum Ersatzanleger erwarten könnte. »Für die vielen Busse ist der Weg nicht ausgelegt«, entschuldigt sich dann auch Eloy, bevor es über Stock und Stein geht.

Baumarbeiter beim Versuch, den Wasserstrom frei zu bekommen.
Hochwasser bei Tortuguero.

Die letzten 50 Meter zum Anleger müssen wir unser Gepäck tragen. Dann wird alles in großen Tüten eingepackt und auf das erste Boot verladen. Wir selbst steigen in ein anderes Boot ein.
Das ist zwar alles etwas mühsam, die anschließende Fahrt über die sonst winzigen Rinnsale und über überschwemmte Wege, vorbei an Feldern, Zäunen und Plantagen, aber lohnt sich.
Außerdem haben wir Glück, dass unser Boot so niedrig ist. Denn andere Urlauber werden erst unter eine sehr niedrige Brücke hindurch gefahren, bevor sie in ihr richtiges Boot steigen können.

endlich im Tortuguero-Kanal
Gewächs bei Tortuguero - sicher eine Wasserpflanze

So, wie es in den Regenwald geht, muss unser Fahrer die Geschwindigkeit drosseln. Immer wieder versperren Äste, Geschwemmsel und auch größere Stämme den Weg.

Das Hineinfahren in dieses grüne Dickicht aber ist ein wirklich tolles Erlebnis. Nach einer halben Stunde erreichen wir den großen Kanal. Zeit, dem Bootsführer für seine sichere Fahrt zu danken.

Video Bootsfahrt in den Nationalpark Tortuguero

Bootsfahrt bei Hochwasser durch den Regenwald nach Tortuguero an der Karibikküste von Costa Rica.
VG Wort
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