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Mekong Cruise

mit Luang Say Mekong-Cruises durch Laos

auf der Barke der Luang Say Cruise

Beim alten Fähranleger nördlich von Houay Xai startet unser Slow Boat der Luang Say Mekong-Cruises. Wir haben Glück, denn unser Boot ist mit gerade mal vier Paaren alles andere als überladen. Bei den Doppel- und Einzelsitzen hat jeder Passagier sogar Platz, um die Beine hochzulegen und es sich gemütlich zu machen. Sowie alle an Bord sind und das Gepäck sicher verstaut ist,

gibt uns Kee eine kurze Einweisung, wo alles zu finden ist, wie wir verpflegt werden und was wir während der Fahrt alles zu Sehen bekommen. Da wir gerade an Chiang Khong und unserem letzten Hotel in Nordthailand vorbeifahren, bin ich anderweitig beschäftigt. Wann es Essen gibt oder das Boot anlegt, werde ich wohl auch so früh genug mitbekommen.

ibis Styles Chiang Khong Riverfront vom Mekong aus
ein Fischtempel beim Mekong

Mit den Luang Say Mekong-Cruises haben wir eine gute Wahl getroffen. Gemütlich und entspannt geht die Fahrt auf der geräumigen Barke voran. Hin und wieder werden wir von einfacheren Touristenbooten überholt, die deutlich schneller vorankommen, die dafür aber weniger Komfort bieten. Zudem gibt es die kleineren Speedboote. Bis nach Pakbeng, unserem Tagesziel, brauchen sie nur zweieinhalb Stunden,

in sechs Stunden haben sie Luang Prabang erreicht. Diese gelten als unfallträchtig, weshalb die Insassen Helme tragen sollten. So richtig ernst genommen wird die Helmpflicht aber nur von wenigen. Für uns ist das unverständlich. Denn angesichts der spitzen Felsen, die auf einigen Abschnitten gehäuft aus dem Wasser ragen, wundert es kaum, dass so manch eine Fahrt abrupt endet.

Lars auf dem Mekong-Boot

Auf den ersten gut 40 Kilometern unserer Fahrt bildet der Mekong noch die Grenze zwischen Thailand und Laos. Der Grenzverlauf lässt sich auf diesem Abschnitt gut an der Böschungssicherung erkennen. Während Thailand aufwendige Dämme unterhält, ist die laotische Seite naturbelassen, sodass der Mekong zur Regenzeit nach wie vor die Uferbereiche überfluten kann.

Wie früher der Nil in Ägypten bringt der Fluss auf diese Weise jährlich wertvollen Dünger auf die laotischen Felder. Thailänder legen auf diese natürliche Düngung offenbar keinen besonderen Wert mehr. Anstelle der Felder in Laos stehen dafür in Thailand einige Tempel direkt am Fluss. Passend zum Mekong hat einer die Form eines Fisches. Nach anderthalb Stunden verlassen wir die Grenze und führt der Mekong nur noch durch Laos.

Anne bibbert auf dem Mekong
eines der Slow Boats vom Mekong

Wir haben jetzt Trockenzeit. Der Flusspegel ist relativ niedrig, allerdings für den Bootsverkehr noch sicher zu meistern. Trotzdem muss der Bootsführer aufmerksam sein und immer wieder langsam machen. Spitze Felsen ragen aus dem Wasser, um die er herum navigieren muss.

Manchmal verengt sich der Fluss, sodass Stromschnellen entstehen. Kurz darauf fließt das Wasser wieder gemächlich weiter. Auf diesen Abschnitten bilden sich am Rand Sandbänke, auf denen die Laoten Erdnüsse anbauen, sobald der Wasserstand weit genug gesunken ist.

Pak Tha am Nam Tha River - Halt wegen der Bootsmaut

Verglichen mit anderen Flusskreuzfahrten bietet der Mekong wenig Abwechslung. Wir reisen durch eine leichte Hügellandschaft. Am Ufer baden hin und wieder ein paar Wasserbüffel. Fischer treffen wir hingegen auf nur wenigen Flussabschnitten an und nur ganz selten passieren wir einen Ort. Bei Pak Tha am Nam Tha River halten wir kurz an.

Weil wir in eine andere Provinz kommen, müssen wir eine Art Bootsmaut bezahlen. Auch so etwas gibt es. Nach ein paar Minuten ist die Sache erledigt und außerdem Zeit fürs Mittagessen. In seiner winzigen Küche hat uns der Koch drei leckere Wok-Gerichte gezaubert. Mit Fisch im Bananenblatt, Hühnercurry und Gemüse ist für jeden etwas dabei, womit bald alle Passagiere glücklich und satt sind.

Mekong-Cruise
Mekong-Cruise

Ein Highlight ist anschließend der Besuch im Dorf der Khmu. Ansonsten verbringen wir am ersten Tag eine genüssliche Fahrt mit Teetrinken, Quatschen mit den anderen Passagieren oder auch mal einem Stündchen Schlaf. Zuletzt meint es auch das Wetter gut mit uns. Es ist zwar leicht bedeckt, dafür aber nicht zu kalt.

Immerhin reicht allein der Fahrtwind, dass ich mich immer in mein Tuch einwickle – ganz gleich, wie warm oder kalt es ist. Gut erholt kommen wir so gegen Abend bei der schönen Luang Say-Lodge bei Packbeng an. Immerhin ist heute Heiligabend und wollen wir trotz der Ferne doch etwas Weihnachten feiern.

Blick auf den Mekong - Mekong Cruise

Video zur Fahrt auf dem Mekong nach Luang Prabang

Eindrücke einer zweitägigen Bootsfahrt auf dem Mekong bis nach Luang Prabang. Aufnahmen von Wasserbüffeln und einem Lkw, der per Baggerschaufel den Berg hochgeschoben wird.
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