Chiang Khong als Stadt zu bezeichnen, wäre schmeichelhaft. Im Wesentlichen besteht der Ort aus einer stark befahrenen und durchgängig verbauten Hauptstraße. Sobald man diese verlässt und hinter die nahezu geschlossene Häuserreihe blickt, wandelt sich jedoch der Charakter von Chiang Khong. Hier besitzen die schmaleren Straßen und niedrigen Häuser eher einen Dorfcharakter. Freilaufende Hühner und Schweine unterstreichen diesen Eindruck. Das direkte Nebeneinander der komplett überbauten Flächen an der Hauptstraße sowie Grundstücken mit Ställen und Gartenanteil zeigt, dass der Ort schnell gewachsen ist – und es noch tut.
Wobei sich die vierte Thai-Lao-Freundschaftsbrücke, die seit 2013 Chiang Khong mit dem laotischen Huay Xai verbindet, allerdings als Hemmnis für das weitere Wachstum herausgestellt hat. Denn Touristen, die hierherkommen, verbringen meist nur eine Nacht im Ort und wollen gleich am nächsten Morgen auf eines der Mekong-Boote. Früher sind diese mit Fähren direkt zu den Bootsanlegern auf der laotischen Seite des Flusses gebracht worden. Heute wird von vielen empfohlen, gleich bei der Ankunft am Mekong über die Brücke nach Laos einzureisen und in Huay-Xai zu übernachten. Weil die Hotels dort günstiger sind, zieht das natürlich bei Backpackern, die lieber billig als komfortabel reisen.