Anzeige

Start auf Praslin

Blick aus unserem Zimmer der Mango Lodge
Riesenlandschildkröten auf Curieuse

Um von Mahé auf Praslin, die zweitgrößte Insel der Seychellen, zu kommen, gibt es zwei Wege: entweder ab dem Regionalflughafen mit einem kleinen Flugzeug, oder aber ab dem Hafen mit der Fähre. Ganz ehrlich: wir sind froh, dass wir uns für die erste Möglichkeit entschieden haben. Mal abgesehen davon, dass der Flug nur eine Viertelstunde dauert und man mit der Fähre eine bis zu anderthalb Stunden unterwegs ist, haben wir einige Fährfahrer getroffen, denen die Überfahrt bei den hohen Wellen gar nicht bekam.

»Jeder zweite hat eine Tüte gebraucht«, war die schlimmste Bemerkung, die wir gehört haben. Andere haben sich vor der Rückfahrt gegraut. Was sie alle nicht gewusst hatten: der Flug ist kaum teurer als die Fähre. So hätten sie sich von dem pro Fahrt gesparten Geld gerade mal drei kleine Bier oder vier Cola im Restaurant leisten können.

Traumstrand Anse Lazio
Granitfelsen am Anse Lazio

Richtig günstig ist es hingegen, auf Praslin mit dem öffentlichen Bus zu fahren. Umgerechnet 40 Cent (0,1 Glas Bier) mussten wir pro Fahrt hinlegen und entgegen der Beschreibungen, die wir im Reiseführer gelesen hatten, fuhren die Busse pünktlich. Einen Leihwagen zu nehmen, lohnt nicht, zumal das Fahren auf der linken Seite recht stressig werden kann. So sehen wir einen Unfall, bei dem offenbar ein Tourist aus einer schmalen Straße nach rechts auf die falsche Seite abgebogen war, bevor es zur frontalen Kollision kam. Da laufen wir doch lieber ein paar Meter.

Tenrec (Tenrec ecaudatus) im Vallée de Mai
Fischessen im Village de Pecheur

Apropos Seite: bei der Wahl des Hotels empfiehlt sich, darauf zu achten, auf welcher Seite der Insel es steht und wann man dort sein will. Denn im Juli wird auf der Westseite von Praslin, an der Grand’ Anse, viel Seegras angeschwemmt, was es zu dieser Jahreszeit an der Anse Volbert oder auch an der Anse Lazio nur wenig oder gar nicht gibt. Gleichzeitig darf man auch hier, in einer der friedlichsten Urlaubsregionen überhaupt, nicht blind darauf vertrauen, dass alles absolut sicher ist.

So trafen wir im Vallée de Mai eine Familie, die am ersten Abend nur geschwind etwas essen gegangen war, während sich ihr verschlossener Koffer im Hotel wie von Geisterhand öffnete und die mitgebrachte Elektronik inklusive Zubehör das Weite suchte. Am Strand soll man seine Sachen deswegen auch nicht in einen Busch, sondern besser ins eigene Sichtfeld legen.

Vallée de Mai
VG Wort
Anzeige