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Havanna

und unsere erste Unterkunft im Ibis y Amado

Nach der Fahrt ins Zentrum von Havanna beschert uns das Park View Hotel die nächste Überraschung: wo wir für die ersten beiden Nächte ein Zimmer gebucht hatten, befindet sich eine Baustelle. Das Hotel ist geschlossen und wir stehen trotz Buchungsbestätigung und Bezahlung nicht auf der Gästeliste.

Nach langem Hin und Her werden wir bei der gegenüberliegenden, aber schon vollen Privatunterkunft abgeholt. Müde laufen wir im Dunkeln durch – gefühlt – halb Havanna, bis wir beim Casa Particular Ibis y Amado endlich ein Bett für die Nacht finden.

auf dem Paseo del Prado in Havanna
Oldtimer in Havanna

Eine schmale Treppe windet sich durch das Treppenhaus des alten Gebäudes. Beim Casa im dritten Stock treffen wir auf eine für Kuba typische Gittertüre als Eingang. Dort werden wir von Ibis herzlich begrüßt und sie bringt uns auf eines der beiden Zimmer. Es ist klein, aber so liebevoll wie möglich eingerichtet und es ist sauber. Der Boden ist gefliest und die Wände sind in Natursteinoptik verkleidet.

Im winzigen Bad mit Falttüre finden wir Toilette, Waschbecken und Dusche mit warmem Wasser. Ein Ventilator an der Decke oder eine im kleinen Bodenfenster eingelassene Klimaanlage sollen für Kühlung sorgen, brauchen wir aber nicht. Alles funktioniert. Auch der viel zu laute Fernseher, der nur ausgeht, wenn man den Stecker zieht. Wichtig für uns ist erst einmal der große Kühlschrank mit viel Wasser (und Bier) und das Bett.

Treppenhaus im Casa Particular Ibis y Amado
Anne ist ganz schön müde bei Ibis y Amado
Ausblick aus dem Fenster vom Casa Particular Ibis y Amado

Während ich so erschöpft bin, dass ich kaum Lärm und Geruch wahrnehme und beide Nächte tief durchschlafe, hat Lars da größere Probleme. Im ganzen Gebäude gibt es keine Glasfenster oder -türen. Der Durchzug sorgt für die Belüftung und Kühlung, lässt aber auch den Straßenlärm und am frühen Morgen den »Duft« der alten Dieselmotoren in den Raum. Als Folge ist mein armer Mann die ersten beiden Urlaubstage leicht muffelig gelaunt. Da wir spät angereist sind und Ibis nicht auf ein Frühstück vorbereitet ist, frühstücken wir am ersten Morgen in einem nahegelegenen Hotel. Weder die Auswahl, noch die Menge können Lars' Laune aufhellen. Jetzt ist er nicht nur müde, sondern auch noch hungrig.

Zimmer vom Casa Particular Ibis y Amado
Bodenfenster mit Klimaanlage im Ibis y Amado

Da wir noch Unterlagen für unsere Rundreise bekommen sollten und keiner beim Veranstalter weiß, wo wir sind, hilft uns Ibis bei der Organisation. Wir sitzen bei der kubanischen Familie im Wohnzimmer, wo viel geredet und geregelt wird. Dort bekommen wir am zweiten Morgen auch ein  Frühstück, was auch Lars wieder etwas besser stimmt. Anders als im Hotel steht jetzt der ganze Tisch voll mit frischem Obst, Käse, Brötchen, Gurken, Omelette und einigem mehr. Nebenher läuft der Fernseher mit komischen amerikanischen Serien in höchsten Tönen. Das ist ganz normal in Kuba.

Inzwischen gibt es ganz viele Casa Particulares in Kuba. Preislich sind sie natürlich einiges günstiger als die Hotels (hier 30 CUC pro Nacht oder ca. ein Fünftel vom Hotelpreis). Mit dem Ibis y Amado haben wir ein Casa mitten im alten Zentrum, in der Nähe vom Prado und Malecón. So ist alles zu Fuß gut zu erreichen. Die Familie ist sehr nett und wir fühlen uns gut aufgehoben und mit dem Frühstück verwöhnt. Eine schöne Möglichkeit, unter das Volk zu kommen.

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