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Für die einzelnen Gebiet im Allgäu kommen weitere Wanderungen und Übernachtungsmöglichkeiten hinzu.

Fünf Gipfel auf der Hörner-Panoramatour

Eine große Runde über dem Illertal bei Bolsterlang

Zu den Klassikern gehört die Hörner-Panoramatour. »Packen Sie das Allgäu bei den Hörnern!«  Entsprechend klar ist die Ansage, mit der die Gemeinde Bolsterlang und die Hörnerbahn Wanderer in den östlichen Teil des Naturparks Nagelfluhkette locken. Oben erwarten den Bergsteiger sanft geschwungene Blumenwiesen und reichlich Möglichkeiten zur Einkehr.

Auf der Hörner-Panoramatour
Von der Hörnerbahn-Talstation zum Sonderdorfer Kreuz

Aufstieg oder Auffahrt zur Mittelstation der Bergbahn

Bereits am Ausgangspunkt müssen wir uns entscheiden: Entweder lassen wir uns von einer der kleinen Gondeln der Hörnerbahn bequem bis zur Mittel- oder Bergstation bringen. Oder wir packen die Hörnergruppe aus eigener Kraft an. In dem Fall kehren wir der Talstation den Rücken und folgen dem rot markierten Weg vom südlichen Ende des Parkplatzes

(bei der ersten Gabelung rechts) durch einen schmalen Waldstreifen hoch zum (1) Sonderdorfer Kreuz. Der Name ist Programm. Von dem mit Seilen gesicherten Kreuz eröffnet sich die Sicht über Sonderdorf zu den Bergen östlich der Iller. Beim Kreuz laden zwei Bänke zum Verweilen ein.

tolle Aussicht auf der Hörner-Panoramatour
Sonderdorfer Kreuz auf der Hörner-Panoramatour

Nachdem wir uns bei der nächsten Weggabelung rechts gehalten haben, biegen wir nach 300 m (ab dem Kreuz) rechts zur Mittelstation der Hörnerbahn ab. Damit gewinnen wir auf den nächsten Metern rasch einige Höhenmeter. Erst wenn der Weg in ein schmales Waldstück eintaucht, verringert sich die Steigung. Wo der Wanderweg in die Zufahrt zur Mittelstation mündet, zweigt links ein teils mit Gras bewachsener Pfad ab.

Stünden nicht drei Schilder an seinem unteren Ende, könnte man ihn leicht übersehen. Er führt im Bogen zum (3) Hörnerhaus und von dort weiter bergauf bzw. zurück zum Hauptwanderweg. Wer schmalere, ruhigere Pfade bevorzugt, wird diese Variante mögen. Ansonsten geht es auf der asphaltierten Straße über die (2) Alpe Ornach hoch zur (4) Mittelstation der Hörnerbahn. Damit bieten sich uns auf engstem Raum drei Möglichkeiten auf der Hörner-Panoramatour zur Einkehr.

Bei der Aussichtsbank beim Sonderdorfer Kreuz
Kalb auf der Hörner Panoramatour
Kreuz auf dem Weiherkopf

Leichte oder schwere Variante über den Weiherkopf

Beim weiteren Aufstieg auf der Hörner-Panoramatour zur (5) Bergstation können wir es langsam angehen lassen. Im Galopp ist die Steigung auf der technisch anspruchslosen Bergstraße ohnehin nicht zu schaffen. Auf diesem Abschnitt umrunden wir mit dem locker bewaldeten Bolsterlanger Horn (1588 m) den ersten der fünf Gipfel. Wer will, kann ein gutes Stück unterhalb der Bergstation auf die in der Karte gestrichelt dargestellte »leichte Variante« wechseln. Ansonsten folgen wir dem Weg bis zum Wegkreuz beim Abzweig zur Station und wechseln dort auf die »schwere Variante«.

Im Gegensatz zu der leichten führt diese auf dem Hörner Höhenweg über den (6) Weiherkopf. Mit 1665 m markiert er den höchsten Punkt dieser Runde und ist zugleich der einzige Gipfel, den wir direkt ansteuern. Der kurze Abschnitt von der Bergstation auf den Berg geht ordentlich in die Beine. Da kommen die Bänke an der Bergstation vom Weiherkopflift wie gerufen.

Panoramaweg über Bolsterlang
Silberdistel auf der Hörner-Panoramatour

Beim anschließenden Abstieg treffen wir bald auf das obere Ende der »leichten Variante«. Von dort folgen wir der Beschilderung bzw. den roten Markierungen Richtung (7) Rangiswanger Horn bis es laut Wegweiser noch zehn Minuten bis zum Gipfel (1616 m) wären. Wer sich fit fühlt, kann den kurzen Umweg über das Horn ruhig mitnehmen.

Ansonsten zweigen wir bei dem Wegweiser rechts ab und folgen der Beschilderung um das Sigiswanger Horn (1527 m) in Richtung Ofterschwanger Horn. In einer Mulde zwischen den beiden Hörnern bietet die (8) Alpe Fahnengehren Gelegenheit zur Einkehr. Da man bereits den größten Teil der Höhenmeter und knapp die halbe Strecke bewältigt hat, kann man sich diese gerne gönnen.

Freudenthals rasten bei der Alpe Fahnengehren
Aufstieg zum Ofterschwanger Horn

Abstieg oder Abfahrt beim Ofterschwanger Horn

Auch beim (9) Ofterschwanger Horn können wir wählen, ob wir den Umweg über den Gipfel (1411 m) nehmen oder das Horn auf der Ostseite umgehen. In dem (zweiten) Fall stehen wir einen Katzensprung weiter vor einer Panoramatafel. Wie so oft im Allgäu wird die Bergkette vor uns im Norden vom Grünten begrenzt.

Lassen wir den Blick nach Süden zur Trettachspitze (2595 m) schweifen, zeichnen sich einige 2000er am Horizont ab. Das Panorama ist besonders imposant am frühen Morgen, wenn im Osten die ersten Sonnenstrahlen über die Bergkette scheinen oder abends, wenn nur noch die obersten Lagen im rötlichen Licht erstrahlen.

Anne bei der Alpe Fahnengehren
Die Alpe Fahnengehren auf der Hörner-Panoramatour
Auf dem Gipfel des Ofterschwanger Horn

Weiter geht es auf dem nun breiten Höhenweg zur Bergstation vom (10) Weltcup-Express. Er ist das Pendant zur Hörnerbahn und erspart einem bei Nutzung den langen Abstieg ins Tal. Wer sich am Start schon sicher ist, dass er sowohl hoch wie runter die Bahnen nutzen will, fährt mit dem Kombiticket am günstigsten. Fußläufige Wanderer finden nördlich der Station mit der großzügig gestalteten (11) Weltcuphütte die nächste Gelegenheit, die Höhenluft bei einer gemütlichen Einkehr zu genießen.

Der anschließende Abstieg erfolgt über die (12) Hochbichl-Hütte und die (13) Wurzelhütte zur (14) Talstation vom Weltcup-Express in Ofterschwang. Der Rückweg zum Ausgangspunkt verläuft anschließend auf dem überwiegend gelb markierten Talweg, zunächst Richtung Sigiswang und Bolsterlang, dann über (15) Kierwang zur Talstation der Hörnerbahn, wo ein ausgefüllter Wandertag endet.

leichte Wanderwege auf der Hörner-Panoramatour
Auch ein Esel ist unterwegs auf der Hörner-Panoramatour

Tipp: Wandern mit Lamas

Im Hörnerdorf Fischen bringt die »Lama-Bewegung« Mensch und Tier zusammen. Die sanftmütigen Tiere verleihen dem Allgäu einen Hauch von Anden. Nach den Erfahrungen überträgt sich die Gelassenheit der Lamas über die Halteleine auf Kinder und Erwachsene. So werde das Laufen bei der Lama-Wanderung zur Nebensache und kriegt man den Kopf für die schönen Dinge des Lebens frei. Informationen und Anmeldung unter 08322/987 14 77 oder über die Tourist-Information der Hörnerdörfer.

Weg zur Weltcup Hütte bei der Hörner Panoramatour
unsere letzte Rast bei der Weltcup Hütte

Infos zur Hörner-Panoramatour

Die Anfahrt erfolgt über die B 19 von Kempten nach Oberstdorf. Bei Fischen auf die OA 9 abfahren und der Beschilderung über Bolsterlang zur Hörnerbahn folgen.

Technisch gilt die Hörner-Panoramatour als eher einfache Runde auf gut ausgebauten Wegen, die durch ihre Länge eine gute Kondition erfordert. Bei Nutzung der Bahnen lässt sich die Tour deutlich entschärfen.

Ausgangspunkt Parkplatz Hörnerbahn (1210 m)
Koordinaten N 47.46270, E 10.22720 (Parkplatz)
Gehzeit 6.30-7 Stunden
Distanz 16,8 km
Anstiege 980 HM
Grad T2 (gute Kondition erforderlich oder die Bergbahnen nutzen)
Einkehr Alpe Ornach, Hörnerhaus, Mittelstation und Bergstation Hörnerbahn, Alpe Fahnengehren, Weltcuphütte, Hochbichlhütte, Wurzelhütte, Restaurant Café Dorfblick, Schlitte-Hitte
gps-Daten Wanderung Hörner-Panoramatour gpx
kml-Daten Wanderung Hörner-Panoramatour kml

Wanderkarte zur Hörner-Panoramatour

Höhenprofil

Steigungsprofil

VG Wort
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