Fazayah Beach in Dhofar

Traumstrand am Indischen Ozean

Kamel oberhalb dem Fazayah Beach
Kamel oberhalb dem Fazayah Beach im Oman

Es ist bereits Mittag und wir sind weit genug in den Westen von Dhofar gefahren. Von Shaat geht es also wieder in Richtung Salalah. Wiederholt haben wir uns bei den Vorbereitungen auf den Oman überlegt, für zwei Tage ein Allradfahrzeug zu nehmen. Da eine Fahrt in die Wüste doch auch dann nur mit einem weiteren Fahrzeug möglich wäre,

haben wir letztlich darauf verzichtet. Blöd nur, dass uns im Hotel ein italienisches Paar vom schönen Al Fazayah Beach vorgeschwärmt hat. Die beiden hatten einen geführten Ausflug dorthin unternommen. Natürlich mit Allradfahrzeug, wie es für die Schotterpiste dorthin empfohlen wird.

Blick hinab auf den Fazayah Beach im Oman
mit der Limousine auf der Piste zum Fazayah Beach im Oman

Wir sind uns unschlüssig, ob wir auf den Strand verzichten oder die Fahrt dorthin wagen sollen. Aber bei der Rückfahrt kommen wir ja wieder zu der Militärkontrolle. Die Soldaten erinnern sich an uns, sodass die Kontrolle diesmal zügig verläuft. Schließlich traue ich mich, einen der grimmig drein schauenden Männer anzusprechen.

Ob es möglich sei, mit unserem Auto die Piste hinab zum Al Fazayah Beach zu fahren? Wer hätte das gedacht? Plötzlich kann der Soldat herzlich lachen, eh er uns versichert: »No Problem!« Danke, das wollte ich hören. Als Einheimischer wird er es besser wissen als die Verkäufer der Ausflugsfahrten den Touristen weiszumachen versuchen.

im Tal zum Fazayah Beach im Oman
am Fazayah Beach im Oman

Schotterpiste und Kamele zum Fazayah Beach

Guten Muts lenkt Lars unsere Limousine rechts zur Abfahrt an den Strand. Kurz nach der Einfahrt beginnt die Schotterpiste. Zeit für einen kurzen Fotostopp. Denn hier liegen einige Kamele faul in der Landschaft herum. Von unserer Anwesenheit lassen sie sich kaum beeindrucken. Offenbar sind sie Touristen gewohnt.

Wir indes blicken auf die steile Schotterstraße, welche einiges tiefer bei einem schönen, weißen Sandstrand endet. Jetzt gilt es, nicht zu zaudern und mit dem Wagen dort mutig hinunter zu holpern. Wobei, so viel Mut braucht es dann doch nicht. Während der Trockenzeit ist die Piste so festgefahren, dass nur wenige, kurze Abschnitte eine leicht erhöhte Aufmerksamkeit erfordern.

Muscheln oder Schnecken am Felsen beim Fazayah Beach
Spuren im Sand am Fazayah Beach im Oman

Malerisch windet sich die Straße ins Tal hinab. Immer wieder begegnen wir Kamelen, die ihrerseits die Sträucher auf der Suche nach grünen Blättern abklappern. Unten im Tal passieren wir eine Einfriedung. Draußen hängt Wäsche zum Trocknen.

Vermutlich wohnt hier der Hirte, ganz einsam und alleine, was allerdings auch nur für die Zeiten außerhalb der typischen Strandausflüge gilt. Denn schon sehen wir vor uns die ersten geparkten Autos.

weißer Sand am Al Fazayah Beach im Oman
Lars am Al Fazayah Beach im Oman

Der Al Fazayah Beach ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Wir lassen also die ersten beiden links liegen und fahren gleich durch bis zum dritten Teil. Acht Geländewagen und im Schatten eines Felsen sitzende Fahrer und Guides geben klar zu erkennen, dass wir hier richtig sind.

Ein paar Meter weiter tummeln sich einige Touristen im und am Wasser. Andere suchen neben einem kleineren Felsen Schutz vor der Sonne. Der weiße Sand und das blaue Meer geben ein traumhaftes Bild ab. Das einzige, was fehlt, sind schattenspendende Bäume oder Palmen.

Lars und Anne am Al Fazayah Beach im Oman
am Al Fazayah Beach im Oman

Trotzdem unternehmen wir einen längeren Strandspaziergang. Ich wickle mich in mein Tuch und setzte den Hut auf den Kopf, dann passt das schon. So laufen wir bis ans Strandende, den einige ausgewaschene Kalksteinformationen prägen. Überall flitzen Krebse über den weißen Sand. Und in dem porösen Gestein haben sich seltsame Muscheln oder Schnecken eingenistet.

im Tal zum Al Fazayah Beach im Oman
Schotterpiste im Tal zum Al Fazayah Beach im Oman

Wir sind froh, dass wir uns zum Al Fazayah Beach herunter getraut haben. Es ist ein herrlicher Abstecher mit einigen schönen Eindrücken. Und auch die Rückfahrt auf derselben Strecke verläuft gut. Nur einmal müssen wir kurz warten,

bis ein Jeep-Konvoi an uns vorbei gerauscht ist und sich deren Staubschwaden wieder gelegt haben. Dabei wird deutlich, dass der Vorteil der Allradfahrzeuge lediglich das schnellere Tempo ist. Zum Glück hetzt uns niemand.

VG Wort