Vom Parque Central auf den Paseo del Prado

die Flaniermeile in Havanna

Beim Parque Central eröffnet sich uns die schönste Sicht auf das »Capitolio«, welches dem Washingtoner Kapitol in den USA gleicht. Hier startet die lange Flaniermeile Havannas. Im Schatten der Bäume verläuft der Paseo del Prado als Allee bis zum Malecón und schützt die Fußgänger vor Sonne und den Autos.

Der Paseo del Prado hat eine beachtliche Breite und sich, vergleicht man alte Bilder mit heute, über die Jahrzehnte optisch kaum verändert. Ein Unterschied ist jedoch, dass neben den Oldtimern heute  auch moderne Autos die Straßen nutzen und die Fassaden hie und da etwas heruntergekommen sind.

auf dem Paseo del Prado in Havanna
Gebäude entlang des Paseo del Prado

Damals führten hier die edlen Damen ihre hübschen Kleider aus, die Männer zeigten sich in den neuesten Flitzern aus den USA. Einige der alten Autos fahren heute noch herum. Frisch aufpoliert oder völlig heruntergekommen, aber es gibt sie noch zu genüge. Pariser Mode hingegen tragen höchstens die Touristen.

Bis auf samstags beim Palacio de los Matrimonios. Da treffen wir auf herausgeputzte Habaneros bei Hochzeiten. Ansonsten ist der Paseo del Prado mit seinen gemütlichen Steinbänken der Treffpunkt für Alt und Jung. Hier wird gespielt, gelacht, geschwatzt, beobachtet oder einfach nur der Vogelkäfig in die Bäume gehängt.

das Kapitol vom Parque Central aus
das Denkmal zum 24. Februar 1805 auf dem Parque Central
Arcaden entlang des Prado

Wir gönnen uns in der Pizzeria »A Prado y Neptuno« eine leckere Penne á la Langosta und den letzten Havanna-Mojito. Nachdem wir schließlich einige Teile der einst prächtigen Architektur angeschaut haben, endet auch schon unsere Stadtbesichtigung am Prado.

Ebenfalls am Prado befindet sich das Hotel Sevilla (Mercure Sevilla). In dem Gebäude ist auch Cubacar untergebracht, wo wir am nächsten Morgen unseren Mietwagen abholen und in ein neues, hoffentlich erfolgreiches und interessantes Abenteuer auf Kuba starten.

Oldtimer entlang des Paseo del Prado
Oldtimer entlang des Prado

Ausflug von Varadero nach Havanna

Schon bei unserer ersten Reise nach Kuba sind wir über den Prado von Havanna spaziert. Damals war die Stadt noch viel baufälliger, aber auch einiges ruhiger.

Provinz Havanna
Anne auf dem Weg nach Havanna

Unser erster Ausflug brachte uns in die »Ein-Dollar-Stadt«. Nach der Frage, ob Espanol, Italian, Francais, Anglaise oder doch Allemand werden einem hier Musik, geschmückte Hunde und andere Motive oder einfach nur Küsse einer Kubanerin angeboten für... richtig, einen Dollar.

Ein Delfin ist auf Kuba übrigens zehn mal soviel Wert wie eine Frau - ein Delfinschmatzer gibt es nämlich erst für zehn Dollar. Aber soweit waren wir noch nicht, mussten wir uns doch an jeder Ecke erneut anhören, wo von uns aus gesehen jetzt das Hotel von Hemingway steht.

in der Altstadt von Havanna, viele Jahre früher
in der Altstadt von Havanna
Einige Häuser müssen noch saniert werden.

Wer die Spanier kennt, der weiß wie wichtig ihnen ihre Siesta - die wohlverdiente Mittagsruhe - ist. Um auch wirklich in Ruhe schlafen zu können, wurde daher die Straße vor dem Offiziersgebäude mit Holz gepflastert.

Außerdem wurden später Kanonen an den Straßenecken eingelassen, um die Gebäude und Fußgänger vor den Zuckerbaronen zu schützen, welche mit ihren Kutschen alles in Grund und Boden fuhren.

Kanonen als Gebäudeschutz
Die Straße vor dem Offiziersgebäude ist mit Holz gepflastert.

Direkt gegenüber dem Offiziersgebäude befindet sich der Waffenplatz, an welchem früher die Soldaten exerzierten. Heute wird hier immer noch »marschiert«, allerdings sind es nicht mehr Soldaten, sondern Musiker, die den Touristen beinahe auf Schritt und Tritt hinterherlaufen... *grrr*

Hotel Inglaterra
Blick über die Altstadt von Havanna

Stadtführung vom Kapitol auf dem Paseo del Prado von Havanna

kaputtes Auto - kaputte Motorhaube
Altstadt von Havanna

Vielgelobt wird in den meisten Reiseführern die Flaniermeile an der Atlantik-Küste, der Malecon. »Hier tobt das Leben, sieht man und wird gesehen...« ja, vor allem von den allgegenwärtigen Kindern mit ihren unentwegten »Amigo-Amigo«-Rufen, die an keiner Ecke der Stadt fehlen.

Ansonsten jedoch ist dieser Bereich Havannas mittlerweile arg zerfallen, die Häuser auf der anderen Straßenseite werden mehr von der Hoffnung als vom Mörtel gehalten und Leben tobt hier schon lange nicht mehr.

Malecon von Havanna
Capitol
Che

Beeindruckender fanden wir da schon das Kapitol auf dem Prado von Havanna, einen originalgetreuen Nachbau des Parlamentsgebäudes von Washington. Hier sind auch die meisten alten Autos zu finden, wie der unten abgebildete Ami-Schlitten,

der erst zweimal hupend über die Kreuzung fuhr und dessen Fahrer dann wild auf die Hupe einschlug, nachdem die nicht mehr abstellen wollte. Die Aufnahme zeigt übrigens den ungefähr fünften »Motorhaubenschließversuch«...

in der Zigarrenfabrik
Anne und Lars in der Zigarrenfabrik
VG Wort