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Bootsfahrt auf dem Bosporus

und die über Nacht entstandenen Häuser

Anne und Lars im Boot auf dem Bosporus.

Bei stürmischem Wind unternehmen wir dann eine Bootsfahrt auf dem Bosporus. Da es hinter Scheiben nicht so toll ist zu fotografieren gehen Lars und ich nach oben. Leichter Nieselregen, Vogelkacke und der Wind machten das Deck aber recht glatt und somit unsicher. Wir wollen nicht von Bord schliddern und gehen lieber wieder ins Trockene. Vor allem sehnen wir uns nach der Heizung. Und das in der Türkei. So blicken wir durch das Fenster auf die vielen alten Gebäude, an denen wir langsam vorbei fahren. Einige der Villen kann man kaufen. Man muss jedoch einiges in eine umfassende Renovierung stecken.

Bosporus vom Schiffdach aus
schöne Küste entlang dem Bosporus
James Bond-Palast aus Aserbaidschan am Bosporus

Bei manchen Häusern kann man direkt ins schöne Wohnzimmer schauen. Mich würde das stören, wenn mir die Ausflügler auf die Couch blicken würden. Aber die Bewohner hier, wollen scheinbar zeigen, was sie haben. Auch wundert uns, dass der Boden der Häuser nur ein wenig über der Wasseroberfläche ist. Haben wir Hochwasser, oder wie oft mögen diese doch recht noblen Häuser überflutet sein?

Weisses Haus am Bosporus kann man noch kaufen
Anne und Lars unterwegs am Bosporus
noch ein schönes Haus am Bosporus

Zu Mittag gehen wir Fischessen am Bosporus, freiwillig und nicht inklusive. Da ich nicht dreimal am Tag essen kann und die Tage vorher schon Fisch hatte, verzichteten wir darauf und schlendern in die nächste Ortschaft. Das ist auch gut so. Der Fisch soll nicht besser sein, als der abends vom Büfett. Dafür jedoch ist den anderen, und die meisten der Gruppe sind mitgegangen, die Kinnlade runtergeklappt, als sie die Rechnung auf die Rechnung blicken. Muss also nicht sein. Wir bekommen während der Reise genug zum Essen.

Hafen am Bosporus

Wieder haben wir eine längere Fahrt vor uns. Doch zuerst fahren wir über die große Bosporus-Brücke und an den erdbebenunsicheren »über Nacht entstandenen Häusern« vorbei. Nur noch wenige Wohnungen dort sind bewohnt und die Leute sind bemüht, ihre Behausungen zu verkaufen. Aber wer soll so was kaufen? Egal wie billig?

Die Einsturzgefahr beim nächsten Erdbeben ist nach wie vor recht groß. Keiner bleibt freiwillig in der Gegend. Jedoch wird es in der Türkei auch nicht so einfach sein, sich einfach eine neue Wohnung zu kaufen. Und sowas wie Privatkonkurs wird es auch nicht geben.

VG Wort
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