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Grand Canyon

Ausflug an den Grand Canyon des Colorado River

Bevor wir den Grand Canyon Nationalpark erreichen, legen wir einen weiteren Stopp beim Little Colorado River ein. Wie der Name sagt, ist der Fluss, verglichen mit dem Colorado River, nur ein Rinnsal. Wie sein großer Bruder hat auch er es geschafft, sich ein paar Meter tief in das rötliche Gestein zu graben.

Beeindruckend wird die Landschaft jedoch erst danach, als wir bei der Weiterfahrt über das Große Plateau den Einschnitt des Canyons rechts von uns bemerken. Aus der Ferne betrachtet, sieht es wie ein riesiger Riss aus, der sich erst als schmales Band durch das Plateau zieht, bevor die Berge beim Grand Canyon weit auseinander klaffen. Die Spannung steigt.

Grand Canyon Nationalpark
Grand Canyon Nationalpark

Jährlich kommen etwa 4,5 Millionen Besucher in den Nationalpark. Wie die meisten, steuern auch wir den Südrand (South Rim) an. Er hat eine durchschnittliche Höhe von 2.300 Meter und befindet sich 400 Meter tiefer als der Nordrand.

Im Gegensatz zum höheren North Rim ist er das ganze Jahr über geöffnet. Angst, dass es eng wird, brauchen wir allerdings keine haben, da im Winter nur wenige Besucher zum Grand Canyon fahren.

Blick über den Grand Canyon in Arizona
verschneiter Grand Canyon im Winter

Beim Parkeingang erhalten wir die deutschsprachige Übersetzung der Grand Canyon-Zeitung. Sie ist gespickt mit allgemeinen Informationen, die helfen sollen, den Aufenthalt im Grand Canyon Nationalpark so gut und sicher wie möglich genießen zu können.

Neben einer Klimatabelle mit Temperaturangaben für den Nord- und Südrand sowie am Fluss (wo es im Sommer durchaus 16° Celsius wärmer sein kann als an den Rändern), gibt die Zeitung Auskunft über die Sonnenauf- und -untergangszeiten an verschiedenen Orten im Nationalpark und erklärt, wie der Shuttlebus funktioniert. Daneben sind auf Karten verschiedene Wanderwege dargestellt und beschrieben und finden sich in der Zeitung Infos zu Campingplätzen und Lodges im Nationalpark.

Panorama über die Ebene über dem Colorado-River

Bei der Fahrt entlang des Südrands kommen wir an mehreren Aussichtspunkten vorbei, die uns imposante Einblicke in die 1.500 Meter tiefe Schlucht des Grand Canyons ermöglichen. Doch auch zwischen den Parkplätzen führt die Straße immer wieder so nah an den Rand des Canyons, dass sich die Sicht über weite Teile der Landschaft öffnet.

Gerne würden wir ja an ein paar Stellen eine Weile verbringen. Durch die Panne am Vormittag bleibt dafür aber leider keine Zeit, sondern muss Michael auf den bewaldeten Abschnitten sogar über die vereiste Straße rasen, damit wir bloß nicht unseren gebuchten Rundflug verpassen. Denn der geht natürlich vor.

VG Wort
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