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Glen Canyon Staudamm

typisches Einfamilienhaus in Utah
Sandsteingebirge beim Lake Powell und Glen Canyon

Um halb elf überqueren wir die Grenze zwischen Utah und Arizona und kommen damit in die Nähe vom Lake Powell. Das heißt, zumindest in den Bereich, der bis vor paar Jahren Anschluss an den Stausee hatte. Denn wie beim tiefer gelegenen Lake Mead ist auch der Pegel im Lake Powell dramatisch (ca. 20 Meter) gesunken.

Einige, durch den Stausee überflutete Täler sind wieder von grünen Wiesen überzogen und kleinere Canyons, die erst durch den Bau des Stausees erreichbar wurden, geraten allmählich ins Abseits. Wer die Entwicklung über Jahre verfolgt, kann beobachten, wie sich die Landschaft nach den Jahren der Überflutung nun abermals verändert.

Sandsteinschichten beim Glen Canyon
Brücke über den Glen Canyon

Am augenscheinlichsten wird die Veränderung bei einem Hafengelände direkt an der Staatsgrenze, in dem Boote und Yachten ins Wasser gelassen wurden. Um die Nachfrage nach Liegeplätzen zu bedienen, wurden vor der alten Anlegestelle große Hallen errichtet.

Diese werden natürlich auch heute noch genutzt. Der weitere Ausbau entlang der bereits angelegten Straßen ist aber gestoppt und der Boom für lange Zeit Geschichte. Denn vom alten Hafen bis zur nächsten, funktionieren  Anlegestelle von Page in Wahweap sind es heute knapp sechs Meilen (9 km).

Fahrt auf der Interstate 89 von Kanab zum Glen Canyon
Colorado River unterhalb des Glen Canyon Staudamms

Beeindruckend ist der Lake Powell natürlich bis heute geblieben, sodass sich ein Stopp am Glen Canyon Staudamm auf jeden Fall lohnt. Und sei es auch nur, um von der Kante des Damms in den tief ins Gelände geschnittenen Glen Canyon sowie auf den träge dahin fließenden Colorado River zu blicken.

Es ist eine Landschaft, die Appetit auf mehr macht und uns einen Vorgeschmack auf das gibt, was uns am Grand Canyon erwartet.

VG Wort
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