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Strohgedeckte Häuser in Santana

Da wir schon mal in der Nähe sind, machen wir einen Abstecher nach Santana, wo die sogenannten Madeira-Häuschen stehen. Durch ihre direkte Lage an der Hauptstraße sind sie leicht zu finden. Wie überall auf Madeira sind die Straßen schmal und steil.

Aber einen Parkplatz in der Nähe haben wir gleich gefunden. Zudem haben wir Glück. Die drei anwesenden, für solche Sehenswürdigkeiten typischen Reisebusse, sind gerade im Aufbruch. So können wir die wenigen Häuschen ohne großes Gedränge besichtigen.

Reetdachhaus von Santana
traditionelles strohgedecktes Haus von Santana

Die Häuschen, die nur aus einer Gibelwand und einem steilen, bis knapp über den Boden reichenden Strohdach bestehen, waren früher die Wohnform in der Gegend um Santana. Was heute so romantisch und herzlich wirkt, war für die damaligen Bewohner ein Leben in engsten Verhältnissen.

Ganze Familien waren in den kleinen Behausungen zusammengepfercht. Die Größe ist dann auch der Grund dafür, dass die originalen Häuschen heute mehr und mehr verfallen und nur noch als Geräteschuppen genutzt werden.

bei den strohgedeckten Häusern von Santana
Fenster der strohgedeckten Häuser von Santana

Die im Núcleo de Casas Típicas aufgestellten Hütten sind folkloristische Nachbildungen für Touristen. Sie sind hübsch bemalt und außen mit kleinen Fensterläden verziert, während im Inneren Spezialitäten aus Madeira angeboten werden.

Dazu gehört natürlich der Madeirawein, verschiedenes Gebäck, aber auch ein Blumenladen ist zu finden. Eine hübsche Gartenanlage umsäumt das Ganze. Da sich Santana auf einem Hochplateau befindet, bietet die Anlage zudem eine schöne Aussicht bis zum Meer.

VG Wort
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