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Ponta de São Lourenço

Wanderung an der Ponta de São Lourenço 1/3

Steilküste an der Ponta de São Lourenço

Während bei der Wanderung ins Nonnental ein späterer Aufbruch durchaus von Vorteil sein kann, sieht es bei der Tour bei der Ponta de São Lourenço ganz anders aus. Denn bei vielen Urlaubern steht die Wanderung an die östliche Spitze von Madeira fest auf dem Ausflugsprogramm. Und da zahlenmäßig zwar gut bemessene Parkplätze entlang der Zufahrtsstraße angelegt sind, wird die Wanderung umso länger, je später man aufbricht.

Wir haben Glück. Als wir um 10 Uhr das Ende der ER 214 erreichen, sind nur wenige Parkplätze rund um den Wendekreisel belegt. Dadurch sind es nur etwa 20 Meter bis zum Einstiegspunkt dieser Tour. Die ersten Meter führen vom Kreisel über einen, mit grob behauenen Steinbrocken angelegten Weg. So wie der Weg eine erste Kurve beschreibt, sehen wir den ersten Wegweiser des »PR 8« zum Cais do Sardinha, dem Sardinenkai.

Pflanze an der Ponta de São Lourenço
an der Ponta de São Lourenço

Auch wenn unser Ziel mit dem Pico do Furado ein Stück weit dahinter liegt, ist die Wanderung mit sieben Kilometern relativ kurz. Dennoch sollte man großzügig bei der Zeitplanung sein. Denn zum einen begeistert der Weg über die Ponta de São Lourenço - die Landzunge des Heiligen Lars - von Beginn an mit etlichen schönen Aussichten. Und zum anderen geht der Küstenwind ganz gut an die Kondition. Zuletzt sind es mehrere Anstiege, die einem zügigen Vorankommen entgegenwirken.

Aber wozu auch die Eile? Die Abgeschiedenheit, die raue Landschaft, die ständig wechselnden Bilder machen diese Wanderung zu einem einmaligen Erlebnis. Haben wir gleich zu Beginn eine schöne Sicht über eine liebevoll in die Landschaft integrierte Holzbrücke auf einen Hügel - der seinerseits als Aussichtspunkt in den Karten dargestellt ist - so brauchen wir auf der Brücke nur nach rechts schauen, um einen malerischen Ausblick auf die Baia de Abra zu bekommen.

an der Ponta de São Lourenço
Steilküste an der Ponta de São Lourenço

Nachdem wir die erste Steigung bewältigt haben, erreichen wir erstmals die Nordseite der Halbinsel. Der Kontrast könnte kaum größer sein. Konnten wir eben noch auf den Sandstrand an der flach abfallenden Bahia da Abra schauen, schweift unser Blick nun über steil zum Meer abfallende Klippen. Diese Seite muss sich nicht nur gegen den Wind, sondern vor allem gegen die Wellen behaupten. Grober Kies und ins Meer gestürzte Felsbrocken belegen die Erfolge des Wassers.

Von dem Ausblick schwenkt der Weg erst nach Osten, dann zurück auf die Nordseite, wo uns die nächste spektakuläre Aussicht erwartet. Daneben lohnt sich aber auch der Blick an den Wegrand. Weil der Wind fallende Niederschläge gleich wieder aufsaugt - oder diese über den felsigen Grund rasch abfließen - ist die Vegetation zwar nur spärlich. Dafür aber entdecken wir an den geschützteren Stellen reich blühende Spezialisten, die mit solch harten Bedingungen zurecht kommen.

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