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Kolonnen von Autos in Popayán

und Kolonialhäuser in der Weißen Stadt

beim schönen Parque Caldas in Popayán
Doch leider muss man erst durch das Verkehrschaos.

Der Vorteil von Gruppenreisen ist ja, dass allein die Vorfreude genügt, um auf Reisen zu gehen. Sobald der Koffer gepackt und die Katze bei Nachbarn versorgt ist, erledigt alles Weitere das Rund-um-Sorglos-Programm. So haben wir selbst zwar einiges über Kolumbien gelesen, Popayán aber irgendwie außer Acht gelassen.

Aber reden wir Tacheles: La Ciudad blanca, also die Weiße Stadt, erreichen wir völlig unvorbereitet. Bis zuletzt wähnten wir hinter dem wohl klingenden Namen ein idyllisches Kolonialstädtchen ähnlich Villa de Leyva oder Raquirá. Doch weit gefehlt. Popayán ist eine Großstadt mit Stau und allem, was dazu gehört bzw. wir gerne drauf verzichten können.

Blick auf die weiße Kathedrale von Popayán.Blick auf die weiße Kathedrale von Popayán.
In der Kathedrale von Popayàn.

Doch wir kommen schneller voran als befürchtet und erreichen schon bald die Altstadt. Diese macht ihrem Namen als Weiße Stadt übrigens alle Ehre. Weiß gekalkte Fassaden haben die Stadt berühmt gemacht und die schmalen Gassen verleihen dem historischen Zentrum sogar ein fast idyllisches Ambiente.

Gäbe es nur ein besseres Verkehrskonzept. Scheinbar ziellos schieben sich Kolonnen von Autos durch die Stadt. Für Fußgänger bleibt oft nur ein schmaler Gehweg oder aber der Parque Caldas mit dem autofreien Vorplatz der Kathedrale.

Francisco Jose de Caldas im Parque Caldas von Popayán
Anne und die kolumbianischen Polizisten in Popayán
Große Bäume im Parque Caldas von Popayán.

Ob das alles so im Sinne des Stadtgründers Sebastián de Belalcázar war? Wahrscheinlich schon, denn Popayán entwickelte sich nach seiner Gründung im Jahr 1537 rasch zu einem wichtigen Zwischenstopp zwischen Cartagena an der karibischen Küste und Quito in Ecuador. Der Durchreiseverkehr, mit was für einem Gefährt auch immer, war somit von Anfang an geplant.

Da das Klima in Popayán zudem milder ist als in den Zuckerrohrgegenden der Valle de Cauca, ließen sich hier viele wohlhabende Familien nieder. Im 17. Jahrhundert entstanden Herrenhäuser, Schulen, Klöster und Kirchen. Und in einem dieser Kolonialhäusern ist unser Hotel untergebracht, in das wir flugs einchecken, bevor wir auch schon den ersten Stadtrundgang in Angriff nehmen.

In Popayán gibt es viele schöne Kolonialhäuser.
Am Morgen ist es ruhig am Parque Caldas in Popayán.
VG Wort
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