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Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary

Vogelstation nahe der Stone Haven Bay

Nur zwischen Liege am Strand und der Bar am Pool hin und her zu pendeln, lag uns noch nie. Wir bekommen viel zu schnell das Gefühl, träge zu werden, anstatt uns noch weiter erholen zu können. So also packt uns schon am zweiten Nachmittag die Entdeckungslust

und brechen wir kurz nach 15 Uhr zum Grafton Caledonia Bird & Wildlife Sanctuary auf. Ein schrecklich langer Name, hinter dem sich jedoch eine gute Möglichkeit verbirgt, Cocricos und Mot Mots sowie eine Reihe anderer Vögel zu beobachten.

Grafton Caledonia Bird & Wildlife Sanctuary
Trockenlager für Kakao, Besucherzentrum vom Grafton Caledonia Bird & Wildlife Sanctuary

Vom Hotel Turtle Beach folgen wir der Küstenstraße (nach rechts Richtung Black Rock). Gehwege sind auf Tobago leider selten, sodass wir bei Black Rock ein Stück weit entlang der Straße laufen müssen.

Der Verkehr ist aber gering und größere Abschnitte werden von Bäumen beschattet, sodass wir insgesamt einen angenehmen Spazierweg zur Grafton Vogelstation haben.

um 8 und 16 Uhr werden die Vögel gefüttert
Blautangare (Thraupis episcopus), auch Bischofstangare oder Blaugraue Tangare
Rotkappenspecht (Melanerpes rubricapillus), Red Crowned Woodpecker

Nachdem wir das große Grafton Hotel und das Le Grand Courland Resort (welche sich beide an der Stone Haven Bay befinden) passiert haben, sehen wir nach etwa einer halben Stunde das Eingangsschild zum Grafton Caledonia Bird & Wildlife Sanctuary (wer denkt sich so Namen aus?).

Von dort ist es noch ein kurzer, kräftiger Anstieg bis zur Vogelstation, die wir etwa zehn Minuten vor der zweiten Vogelfütterung um 16 Uhr erreichen. Damit bleibt uns noch ein wenig Zeit, um uns in der Nähe eines ehemaligen Trockenlagers für Kakaobohnen, dem Besucherzentrum des Schutzgebietes, umzusehen und die ersten Cocricos zu beobachten.

Cocrico, der Wappenvogel von Tobago
Cocricos, Grauköpfiger Chachalaca, Gray-headed Chachalacas (Ortalis cinereiceps)

Noch bevor der Mitarbeiter bzw. der Betreuer des Vogelschutzgebietes zu sehen ist, treffen einige Vögel bei der Station ein. Sind es auf der einen Seite Cocricos und Tauben, flattern auf der andern Bananaquits oder auch Zuckervögel umher. Immer wieder fliegen sie in und durch die Käfige, um zu gucken, ob es schon etwas gibt. Als es soweit ist, gehen sie aber doch auf Sicherheitsabstand.

Zuckervogel, Bananaquit (Coereba flaveola)
Leguan im Grafton Caledonia Sanctuary

Sind die Flaschen aber erstmal mit frischem Zuckerwasser gefüllt, geht es zu wie im Taubenschlag. Bis zu einem Dutzend Bananaquits versammeln sich um die Öffnungen der einzelnen Flaschen. Dazwischen entdecken wir aber auch den ein oder anderen Kolibri und zwei Rotkappenspechte. Dazu locken ausgelegte Bananen Blautangaren an.

Und die Cocricos? Sie sind weiter links und beeilen sich, die gestreuten Körner aufzupicken, bevor es die Tauben tun. Ein herrliches Spektakel - vor allem dann, wenn die Cocricos vom Wind oder einem Geräusch aufgeschreckt werden und fast alle gleichzeitig nach oben flattern.

Video vom Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary

Als wir dieses Video gedreht haben, haben wir uns teilweise wie in einem Tollhaus gefühlt. Der Grund war die Fütterung der im Umfeld der Station lebenden Vögel. Nachdem erst ein paar geschaut haben, kamen sie auf einmal von überall her.
VG Wort
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