Kurzurlaub auf Sardinien

Wildpferde, Weinberge und königliche Küsten

Cagliari - Blick von der Festung über die Stadt

Der Herbst kann auf Sardinien wunderschön sein. Golden strahlt die Sonne vom Firmament, die Rinde der Korkeichen leuchtet dunkelrot und die Weinberge gleichen einem Farbenmeer aus Gelb- und Rottönen. Solch ein Wetter haben wir bei unserem Kurzurlaub auf Sardinien tatsächlich erlebt. Leider war uns das Wetter aber nicht immer günstig, sondern mussten wir genauso heftige Regenschauer über uns ergehen lassen.

Wie bei einer Wanderung über die Giara di Gesturi, als sich der Himmel über uns öffnete, als wir unserem Leihwagen am entferntesten waren. Schön war es trotzdem, die Wildpferde in der Giara zu entdecken, verschiedene Nuraghenkomplexe zu besuchen und durch die Herbstlandschaft zu fahren.

Nuraghe nahe Giara di Serri
Weinberg im Herbst

Flug über die Alpen und das Mont Blanc Massiv nach Sardinien

Flug über die Alpen
Flug über die Schweizer Alpen

Glück, das ist wohl das passendste Wort, um den Start zu unserer Reise nach Sardinien zu beschreiben. Nicht nur, dass wir Tickets für 20 € das Stück inklusive aller Gebühren bekommen haben (sowohl für Hin- wie auch Rückflug),

ist der Flieger der Tuifly nur schwach besetzt, sodass selbst der letzte Passagier keine Probleme hat, einen Fensterplatz zu bekommen. Einige Reihen gar bleiben leer.

Blick über den Rand vom Mont Blanc-Massiv
Flug über die Westalpen

Richtig viel Glück haben wir mit dem Wetter. So bietet sich uns eine fantastische Aussicht über die schweizerischen und französischen Alpen und können wir weite Teile der hohen Gebirgskette überschauen.

In verschiedenen Grün- und Blautönen entdecken wir mehrere Stauseen unterhalb der schneebedeckten Gipfel wie den See der zehn Staudämme (Lac des Dix côté barrage).

An Bord bei Tui-Fly
Schweiz, See der zehn Staudämme, Lac des Dix côté barrage

Wie die einzelnen Berge heißen, wissen wir natürlich nicht, glauben aber dem Piloten, dass sich unter uns irgendwo das Mont Blanc-Massiv befindet. Und tatsächlich:

als wir unsere Bilder später mit Aufnahmen aus dem All vergleichen, erkennen wir den Géant-Gletscher und den nordöstlich des Mont Blanc gelegenen Aiguille Verte. Schon jetzt sind wir fasziniert.

Mont Blanc - Glacier du Géant
Aiguille Verte (nordöstlich des Mont Blanc)

Ankunft am Flughafen Cagliari-Elmas und Fahrt über die Insel

unser Leihwagen auf Sardinien
auf der Straße 125 aus Sardinien

Die Einreise am Flughafen von Cagliari-Elmas verläuft reibungslos und, da wir nur Handgepäck dabei haben, schnell. So können wir schon nach wenigen Minuten den Schalter von Europcar, unsere Autovermietung, suchen. Denn nicht alle Gesellschaften befinden sich im Terminal.
Stattdessen müssen wir das Flughafengebäude verlassen, nach rechts abbiegen, am ganzen Terminal vorbei und über eine Straße laufen und dann in eine enge Ein- und Ausfahrt gehen, um zu Europcar zu gelangen.

Nach Vorlage von Ausweis, Führerschein und Visa-Karte sowie nach mehreren Unterschriften auf Blättern, deren Inhalte ich nicht verstehe und auch nicht erklärt bekomme, werden mir die Schlüssel ohne weitere Kommentare ausgehändigt und dürfen wir als nächstes unser Auto suchen. Wenn wir bedenken, wie einfach es für Bekannte von uns war, ihren Mietwagen in Olbia, also im Norden von Sardinien abzuholen, ein wahrlich trauriger Service.

Im Tal des Rio Cannes
Annette ein Schritt vor dem Abgrund.
zwischen Felsen und Abgrund schlängelt sich die Strada 125

Das Gepäck gut verstaut, werden als nächstes die Türen sicher verschlossen. Denn leider ist die Insel dafür bekannt, dass Fahrzeuge einen Begleitservice bekommen, die vom Flughafen aus über die Insel fahren. Wer Pech hat, ist bei nächster Gelegenheit sein Gepäck los. Tagsüber ist diese Gefahr aber wohl eher gering. Danach nutzen wir die erste Chance, einen Kreisel beim Flughafen, um uns zu verfahren, und fahren dadurch zunächst ein paar Kilometer nach Norden.

Findet man aber erst einmal in die richtige Richtung, ist es auf Sardinien recht einfach, sich im Straßennetz zurechtzufinden. So passieren wir wenig später über die Schnellstraße 554 Cagliari, um bei Quartu auf die Fernstraße 125 in die tief eingeschnittenen Täler des Rio Longu und Rio Cannas abzubiegen. Richtig orientiert sind wir nun unterwegs zu unseren Erlebnissen Wildpferde, Weinberge und königliche Küsten.

Berglandschaft im Südosten Sardiniens
Berge im Tal des Rio Cannas
VG Wort