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Kurioses über Myanmar

Besonderes während unserer Rundreise

Jeder weiß, dass in anderen Ländern gerne auch andere Sitten herrschen. Die spannende Frage ist: um welche Sitten es sich jeweils handelt? Was Myanmar betrifft, so ist uns leider immer wieder eine Unsitte begegnet: Wo immer sich ein buddhistisches Heiligtum befindet, haben wir rund herum grässliche Müllhalden entdeckt, auf denen sich insbesondere Plastiksachen türmen.

Das wiegt umso schwerer, da es Frauen vielerorts untersagt ist, bestimmte Bereiche innerhalb der Pagoden zu betreten und beim Goldenen Felsen sogar verschiedene Aussichtspunkte für sie tabu sind. Hier können wir nur hoffen, dass sich der ein andere angesehene oder zumindest einflussreiche Mönch dem Thema widmet und seine Anhänger mehr für dieses Thema sensibilisiert.

Fegen als gute Tat - Buddhisten bei der Shwedagon Pagode
Die Affen beim Mount Taung Kalat sind regelrechte Dreckspatzen.

Eine zweite, recht unappetitliche Sache ist der rote Rotz auf den Straßen. Es entsteht durch das Betelnusskauen und das damit verbundene ausspucken. Wie Annette das findet: »Das ist ekelhaft«. Außerdem ist es hochgradig ungesund. Das gilt vor allem für Bereiche, in denen keine Schuhe getragen werden dürfen - wo uns dies allerdings nicht sonderlich aufgefallen wäre. Da haben die Affen beim Mount Popa ganz andere Arbeit geleistet.

Wenden wir uns den appetitlicheren Dingen zu, dem Essengehen. Insbesondere für die Hotels empfehlen wir hier, darauf zu achten, wann das Essen bestellt werden sollte. So bittet das Mountain Top Hotel darum, das Essen mindestens eine Stunde vorher zu bestellen. Auf diese Weise lassen sich möglicherweise längere bis sehr lange Wartezeiten vermeiden. Auch ohne dies gelesen zu haben, waren wir zum Glück davon nicht betroffen.

Dank Smartphones werden Passanten auch in Myanmar nur noch selten von den Verkäufern angesprochen.
Geht immer schnell, birgt aber Risiken - Garküche auf dem Nachtmarkt von Mandalay

Überhaupt sind uns beim Essen einige Besonderheiten aufgefallen. So lassen sich etwa die Serviettenspender auf dem Tisch auch wunderbar mit weichem Toilettenpapier bestücken. Wer von daheim die kleinen Tischmülleimer kennt und leiden kann, darf sich über richtig große Müllkörbe direkt neben dem Tisch freuen. Passt ja auch viel mehr rein, sodass leere Dosen einfach vom Tisch geschubst werden können.

Wenn nur wenig Zeit zum Essen ist und man gleich weiter möchte, bestellt man gerne ein einfaches Gericht. In Myanmar kann dies zum entgegengesetzten Ziel führen. So haben in unserer Reisegruppe regelmäßig diejenigen als Erstes ihr Essen serviert bekommen, welche von allen das aufwendigste Gericht bestellt hatten. Ist irgendwie aber auch logisch: da der Gast mit dem aufwendigen Gericht mehr bezahlt, sollte er auch vorrangig bedient werden.

Im Golden Island Cottage kostet die Limo zur Happy Hour soviel wie ein Cocktail.
Geht immer schnell, ist einfach: Büfett im Hotel Conquerer

Ob man dann tatsächlich bekommt, was man bestellt hat, trifft zu sicherlich 90 Prozent zu. Bei den übrigen zehn Prozent kann es indes vorkommen, dass statt dem gewünschten Huhn Schweinefleisch serviert wird. Da hilft auch Reklamieren wenig. Schließlich trifft den Koch keine Schuld, wenn sich ein Schwein im Hühnerstall verirrt. Wobei das Huhn noch eine zweite Kuriosität bereithält. Es ist Bestandteil vieler vegetarischer Gerichte.
Beim Servieren der Getränke scheiden sich hingegen die Geister. So war in Yangon ein Junge stolz auf seine Idee war, drei Flaschen Bier in eine Tüte zu stecken. So konnte er alle drei Biertrinker zugleich bedienen.

Ganz anders sah es auch hier beim Goldenen Felsen aus. Dort wurde das Glas gebracht, eine Dose Trinken gebracht, die Dose geöffnet, das Getränk eingeschenkt. Und für jeden dieser Schritte ist die Bedienung extra gerannt. Ein Fitnessprogramm könnte kaum effektiver sein.
Bleibt das Bezahlen. Je nachdem, wo man is(s)t, sollte auch hierfür genügend Zeit einberechnet werden. Das gilt insbesondere dann, wenn man die Rechnung mit Kyat und Dollar begleichen will. Damit ist das Personal völlig überfordert. Umgekehrt aber geben sie, wenn man alles in US-Dollar bezahlt, das Wechselgeld wie selbstverständlich in Dollar und ihrer eigenen Währung heraus.

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