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Mandalay

Idylle am Fluss Irrawaddy?

Es gibt Orte, die scheinen dazu bestimmt, besungen oder in Gedichten bedacht zu werden. Bei Mandalay liegt es wohl am poetischen Namen, dass die zweitgrößte Stadt Myanmars zu diesen Orten gehört. Als einer der ersten westlichen Künstler verbrachte der britische Schriftsteller Rudyard Kipling, Autor von »Das Dschungelbuch«, einige Tage in Mandalay.

In seinem Gedicht »On the road to Mandalay« trifft ein britischer Soldat die schöne Supi Yaw Lat. Kipling stellt die Elefantenindylle am Fluss Irrawaddy in Kontrast zu verletzten Soldaten, die unter den Palmen am Flussufer liegen. Während Frank Sinatra Kiplings Gedicht noch als Jazzlied sang, zerbrach die Liebe Jahre später in Robbie Williams »The road to Mandalay«.

der Fluss Irrawaddy bei Mandalay
Schiffsanleger am Fluss Irrawaddy bei Mandalay

So sind wir gespannt und hoffen, dass Mandalay mehr ist als nur ein wohlklingender Name. Doch kann eine Stadt mit anderthalb Millionen Einwohnern romantisch sein? Bei unserer Ankunft bricht die Abenddämmerung über die Stadt herein. Was uns mit als erstes auffällt, sind die vielen, vielen Mopeds, die sich halsbrecherisch durch den Straßenverkehr schlängeln.

Schon werden wir von Htet Htet gewarnt. Wir sollen ja keine Mopedtaxis nutzen. Taxifahrten auf dem Moped sind natürlich ein schöner Nebenverdienst für die Burmesen. Doch bei der Flut von Mopeds und dem chaotischen Verkehr stehen schwere Unfälle auf der Tagesordnung. Wir verzichten freiwillig!

Bewohner Mandalays
Uhrturm in der Altstadt von Mandalay
VG Wort
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