Prager Kleinseite

die Prager Kleinseite mit der Burg
auf dem Silbernen Weg in der Nerudova Straße (Neruda-Straße)

Direkt unterhalb der Burg Hradschin gelegen und als Bindeglied zur Altstadt entwickelt sich die Kleinseite Prags allmählich zu einem touristischen Zentrum mit einigen Hotels, Restaurants und natürlich auch Souvenir- und Kitschläden. Kein Wunder, dass sich schon bald nach der politischen Wende eine Bürgerinitiative bildete,

die sich dafür einsetzt, diesen Stadtteil nicht zu einem reinen Vergnügungspark werden zu lassen. Ob sie wissen, dass durch den Tourismus auch eine Menge Geld in die Kleinseite fließt, welches die Renovierung der alten (Adels-) Gebäude erst ermöglicht?

Blick von der Stiege in Richtung Kampa
Stiege auf die Karlsbrücke
in der Neruda-Straße
Antiquitäten-Geschäft in der Neruda-Straße

Nichtsdestotrotz wird die Kleinseite in den Reiseführern längst als reizvollstes Viertel Prags bezeichnet.
Was nicht wundert. Denn nachdem ihr im Jahre 1257 (30 Jahre später als der Altstadt) das Stadtrecht gewährt wurde, ließen sich etliche Adlige in der Kleinseite nieder.
Die Nähe zur Burg als geistigem und weltlichem Machtzentrum bewog vor allem Habsburger, sich unterhalb des Laurenzibergs und des Burgbergs einen Zweitwohnsitz einzurichten.
Die bekanntesten unter ihnen sind die Adligen Waldstein und Liechtenstein, die sich prunkvolle Palais bauen ließen.

Blick übe rdie Moldau zur Burg mit dem Veits-Dom
VG Wort