Mit einer Fläche von nur 316 km² ist Malta der kleinste Inselstaat Europas. Durch die dichte Bebauung rund um Valletta ist es zugleich das Land mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte in Europa. Das kommt nicht von ungefähr. Schon während der Steinzeit brachte der aus den drei Hauptinseln Malta, Gozo und Comino bestehende Archipel eine frühe Hochkultur hervor. Sichtbare Spuren der damaligen Bewohner sind mehrere megalithische Tempel, die auf die Zeit zwischen 3800 und 2500 vor Christus datiert werden.
Der Grund dafür ist der Untergrund von Malta. Gebildet wird dieser von Kalkstein und einer blauen Tonschicht, welche die überwiegend im Winter fallenden Niederschläge speichert. Diese sehr fruchtbaren Böden sicherten den ersten Menschen auf den drei Inseln reiche Ernten, die wiederum die Grundlage für das kulturelle Leben auf Malta bildeten. Aus dieser Epoche stammen die Tempel von Tarxien und Ħaġar Qim sowie der Tempel Ġgantija, die heute alle drei zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen.