Nach unserer Hippotour in St. Lucia liegt noch fast der ganze Tag vor uns. Damit bleibt reichlich Zeit für einen Game-Drive durch den iSimangaliso Wetland Park zum Cape Vidal. Da wir bereits einige der Riesenechsen gesehen haben, lassen wir das Crocodile Centre links liegen. Wir fahren direkt zum Bhangazi Gate und melden uns an.
Egal, denn anders als im Kruger Nationalpark sehen wir im iSimangaliso Wetland Park schon bald die ersten Tiere. Es sind natürlich Flusspferde, die sich in der Amazibu Pan tummeln und genüsslich vor sich hin grunzen. Ungewöhnlich für uns ist die grüne Kulisse, in der verstreut Zebras herumstehen.
Bisher bot sich uns die südafrikanische Landschaft durchweg im verdorrten Grau-Beige. Südafrika als Sumpflandschaft ist für uns neu. Im Osten der Provinz KwaZulu-Natal regnet es offenbar auch in den trockenen Monaten regelmäßig. Vielleicht erwischen auch wir einen Regenschauer. Denn der Himmel ist inzwischen stark bewölkt.
Trotzdem unternehmen wir einen Abstecher über den Vlei Loop zum Aussichtspunkt Ngunuza. Dort begegnen uns drei stattliche Kudu-Böcke, die ohne Scheu um unser Auto herum schleichen. Leider hält sich die Aussicht auf dem höchsten Punkt in Grenzen. So fahren wir schon bald wieder hinunter ans Meer und zum Mission Rocks Beach.
Hier, an der felsigen Küste, gilt striktes Badeverbot und wird vor Haien, Flusspferden und Krokodilen gewarnt. Da wir uns an der Ozeanküste befinden, können wir Ersteres nachvollziehen. Aber ob hier wirklich alle drei Gefahren drohen? Die Surfer, die uns entgegenkommen, bleiben von solch Warnungen zumindest unbeeindruckt.
Wir müssen an Bernard und Sonja denken, die liebend gerne in Südafrika campen. Hier wimmelt es dermaßen von Affen. Da sehen die Camper alles andere als glücklich aus. Mit Schimpfen, in die Hände klatschen und gar mit Zwillen versuchen sie, die Viecher zu vertreiben oder zumindest in Schach zu halten. Doch wie die Surfer bei den Warnhinweisen am Mission Rocks Beach zeigen sich hier die Affen von den Abwehrversuchen unbeeindruckt.
Sie ärgern einfach alles, was sich bewegt. Sogar den kleinen Duckern ziehen sie am Schwanz. An meiner Knabbertüte erkennen sie mich als potenziellen Futterlieferant. Damit werde auch ich zur Zielscheibe, die es auszurauben gilt. Ich kann mich wehren, eh wir einen Sandpfad entdecken. Über einen Hügel laufen wir steil hinab an den Strand.
Ausflug in den iSimangaliso Wetland Park, einem kleinen Nationalpark bei Saint Lucia in Südafrika. Eindrücke von der Ndiza Lodge in Saint Lucia.