In unserer Ost-Tour ist zumindest das Hanwha Aqua Planet Jeju enthalten. Damit ist klar, in welche Richtung wir aufbrechen. Der erste Stopp ist bei Hado, einem kleinen Fischerort im Nordosten der Insel. In dem Dorf lebten einst viele Haenyeo, die Meeresfrauen von Jejudo. Nein, das sind keine liebreizenden Meerjungfrauen mit Fischflosse. So hießen Jejus Taucherinnen, welche in der rauen See einem gefährlichen Job nachgingen. Ohne Sauerstoffflasche tauchten sie bis zu 20 Meter tief.
Und alles nur, um für sich und ihren Familien den Lebensunterhalt zu verdienen. Sie sammelten Seegras und Meeresfrüchte. In den frühen 1960er Jahren waren die Haenyeo für bis zu 60% des Fischereiumsatzes der Insel verantwortlich. Ihre Männer indes kümmerten sich um Heim und Hof, ohne einer geregelten Beschäftigung nachzugehen. Eine irgendwie verdrehte Welt. (Anmerkung von Lars: »Ist ja nett, dass Du nicht geschrieben hast: 'kommt mir irgendwie bekannt vor'«)