Neben hübschen Lampenschirmen aus handgeschöpftem Maulbeer-Papier entdecken wir auch den typischen laotischen Reisschnaps in welchen Schlangen und Skorpione eingelegt wurden. Nun gut, wir müssen ja nicht alles probieren. Nachdenklich machen uns jedoch die Stände mit den matten Metallwaren. Löffel, Flaschenöffner, Schlüsselanhänger und verschiedene Schmuckstücke werden aus dem gefundenen Aluminium der alten US-Bomben gefertigt. Sie erinnern an die Zeit, als die USA bitterbösen Krieg gegen Vietnam führte. Damals ging es darum, eine andere Ideologie zu vernichten.
Der Ho-Chi-Minh-Pfad, der größtenteils durch den Osten von Laos führte, war damals Grund für die erbarmungslosen Luftangriffe. Durch den Vietnam-Krieg hält Laos einen traurigen Rekord: es ist das Land, in dem weltweit die meisten Bomben gefallen sind. Noch heute leiden die Menschen unter den Folgen von Agent Orange, einem hochtoxischen Entlaubungsmittel. Zudem wird nach wie vor gefährliche Munition gefunden, die immer noch schwere Verletzungen verursacht. Unter dem Motto »make spoon not war« wollen die Laoten ein Zeichen für Frieden setzen.