Nach dem Abstieg zurück zum Talboden besuchen wir die Hang Múa oder auch die Múa-Höhle. Sie befindet sich direkt am Fuß des Bergs und ist namensgebend für das gesamte Areal. Dennoch betreten nur wenige Touristen die Höhle, sodass wir uns in aller Ruhe umschauen können. Dabei steht auch die Múa-Höhle im Mittelpunkt einer Legende. Dieser zufolge soll König Trần Thái Tông im 13. Jahrhundert hierher gekommen sein, um den Tanz- und Gesangsvorführungen seiner Hofdamen zu genießen. Davon leitet sich heute der Name ab: »Hang« ist das vietnamesische Wort für Höhle und »Múa« für Tanzen.
Tänzer begegnen uns zwar keine, dafür aber bemerken wir einen seltsamen, gärigen Geruch. Als wir diesem durch einen Seitengang folgen, sehen wir ein paar Männer, die Fässer in eine verborgene Höhlenkammer schleppen. Als sie dort eine Tür öffnen, kommt dahinter eine Destillerie zum Vorschein. Damit ist klar, dass wir Maische gerochen haben, die tief im Innern der Múa-Höhle zu Schnaps gebrannt wird. Tatsächlich steigen uns die Dämpfe schon bald zu Kopf, sodass wir vorsichtshalber den Rückzug antreten. Es ist Zeit, das nahe Café aufzusuchen und den nächsten Egg Coffee zu genießen.