Der Besuch der Hanoi Train Street garantiert Dir ein ungewohntes Erlebnis. Allerdings solltest Du Dir gut überlegen, ob Du die Nerven dafür besitzt. Dabei fängt alles ganz harmlos an. Im Mittelpunkt des Geschehens steht eine Bahntrasse. Auf dem ersten Blick wirkt es, als handele es sich um aufgegebenes Gleis. So ist es die meiste Zeit über gut möglich, über die alten Bahnschwellen zu spazieren, während links und rechts der Trasse Cafés und Wirtschaften um die Gunst der Besucher buhlen. Zum Teil reihen sich bis nahe an den Schienen Tische und Hocker. Die Atmosphäre gleicht einer Partymeile, in der gelacht, getrunken und auch gegessen wird.
So verbringen auch wir hier einen geselligen Abend im Kreis unserer kleinen Reisegruppe. Plötzlich aber wird es hektisch. Ein Mann mit Trillerpfeife eilt durch die Train Street und kündigt einen nahenden Zug an. In Windeseile werden Tische und Stühle von den Gleisen weggerückt. Wir selbst sollen uns innerhalb eines rot gestrichenen Bereichs aufhalten. Sich weit vorbeugen oder in die Hocke gehen wird nicht geduldet. Entsprechend eng geht es bald zwischen den Gebäuden und dem Gleis zu. Alle stellen wir uns einen kleinen Zug vor, der im gemächlichen Tempo an uns vorbei schleicht. Dann endlich kommt der Zug.