Als Nächstes bereitet die Frau Cốm Dẹp, eine traditionelle Spezialität der Khmer-Minderheit, in einem schweren Kessel zu. Dazu benötigt sie so genannten Klebreis. Als »Klebreis« bezeichnet man jungen Reis, der geerntet wird, wenn die Körner noch grün und milchig sind. Mit einem langen Stab wird der Reis kontinuierlich umgerührt, sodass er gleichmäßig erhitzt wird, ohne zu verbrennen.
Sobald die Masse gar ist, nimmt sie Reis in einen großen Mörser, wo er von zwei Männern der Familie so lange gestampft wird, bis sich die Hülsen gelöst haben. Zugleich verdichten sich die Körner zu flachen, grünen Reisflocken. Anschließend werden die noch warmen Flocken mit Zucker und Kokosraspeln vermengt und kurz ziehen gelassen.
Die Zubereitung der Cốm Dẹp ist eng mit dem Mondanbetungsfest der Khmer verbunden, bei dem sie als Opferspeise dienen. Sie sind heute aber auch ein willkommener Snack, der Gästen ähnlich wie gebrannte Mandeln oder Erdnüsse angeboten wird – und der tatsächlich richtig lecker ist.