Laternenboote auf dem Thu-Bồn-Fluss
Mit Einbruch der Dämmerung starten die Lampion- und Laternenboote zu Rundfahrten auf dem Thu-Bồn-Fluss. Teilweise drängen sich so viele an nur einer Stelle, dass der Fluss kaum noch zu sehen ist. Zudem beobachten wir, wie kleine Papierlaternen auf das Wasser gesetzt werden. Beides – die Bootsfahrten und die Papierlaternen – haben einen traditionellen Ursprung.
Ab dem 16. Jahrhundert brachten Kaufleute Papier- und Seidenlampions nach Hội An. Die Bewohner hängten die Laternen vor ihre Häuser, um Glück, Wohlstand und Frieden einzuladen.
Bei den kleinen Papierlaternen handelt es sich um buddhistische Wunschlaternen. Das Wasser symbolisiert den Fluss des Lebens, während das Licht für Erleuchtung, Hoffnung und das Loslassen von Sorgen steht. Wer heute eines dieser Lichter auf dem Thu-Bồn-Fluss aussetzt, verbindet dies in der Regel mit dem Wunsch nach Gesundheit für die Familie oder enge Bekannte. Zugleich gilt das Aussetzen der kleinen Laternen als Zeichen des Respekts gegenüber den Wassergeistern.