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Parcul Catedralei, der Kathedralenplatz

die Kulisse für die Volksfeste von Moldau

die Bundesbehörde gegenüber dem Kathedralenplatz von Chisinau
Glockenturm und Auferstehungskathedrale in Chisinau

Gefühlt bildet der Parcul Catedralei, der Kathedralenplatz und das Stadtwäldchen das Zentrum von Chișinău. Von hier aus finden Besucher in alle Richtungen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dass unsere Spaziergänge dort beginnen, liegt aber hauptsächlich daran,

dass die Strada Eugen Doga mit dem City Park Hotel auf der Nordostseite des Platzes endet. Durch die Nähe zu unserem Hotel ist der Parcul Catedralei aber auch ein Ort, an dem wir gerne auf einer Parkbank verweilen, die Leute beobachten und mit so manch einem von ihnen sogar ins Gespräch kommen.

der Triumphbogen am Kathedralenplatz von Chisinau
die Auferstehungskathedrale in Chisinau

Die herausragende Stellung des Kathedralenplatzes von Chișinău lässt sich am Boulevard Stefan cel Mare erkennen, der hier breiter als sonst in der Stadt ist. Während unseres Aufenthalts sind die Vorbereitungen für die Feiertage am 8. und 9. Mai im vollen Gange.

Mit der Feier gedenken die Moldauer der Opfer des Zweiten Weltkriegs und ehren den Tag des Sieges über den Faschismus. Denn der Parcul Catedralei bietet auch die Kulisse für sämtliche Volksfeste.

der Glockenturm auf dem Kathedralenplatz von Chisinau
goldene Kugel auf dem Kathedralenplatz von Chisinau
der Glockenturm auf dem Kathedralenplatz

Gegliedert wird der Platz durch eine Achse von Bauwerken, beginnend mit einem Triumphbogen, der ein symbolisches Tor zum Kathedralenbereich bildet. Ihm folgt ein vorgelagerter Glockenturm, eine goldene Kugel und schließlich die Auferstehungskathedrale. Der im Empirestil erbaute Triumphbogen soll an Russlands Sieg über das Osmanische Reich erinnern.

Trotz des Glockenturms hängt die größte Glocke in dem wuchtigen Kubus des Bogens. Die sechs Tonnen schwere Glocke wurde aus, im Jahr 1812 erbeuteten türkischen Kanonen gegossen. Sie hätte die Statik des Turms wohl in die Knie gezwungen.

Brunnen in Stadtwäldchen von Chisinau
Denkmal beim Stadtwäldchen von Chisinau

Im Vergleich zu einigen anderen Kirchen der Stadt wirkt die Auferstehungskathedrale relativ schlicht. Streng klassizistische Formen mit dorischen Säulen prägen die vier identischen Außenseiten.

Die im Durchmesser 13 Meter große Mittelkuppel besitzt weder Gold noch Glitzer, sondern ist im ebenfalls schlichten schwarz gehalten. Allein die zentrale Lage und das parkähnliche Stadtwäldchen haben die Kathedrale wie auch das gesamte Bauwerksensemble zum Wahrzeichen von Chisinau gemacht.

auf dem Kathedralenplatz von Chisinau
Blick auf den Kathedralenplatz von Chisinau

Strada Eugen Doga, die einzige Fußgängerzone von Chișinău

die Strada Eugen Doga, einzige Fußgängerzone von Chisinau
Allee mit kleinen Bäumen im Anschluss zur Strada Eugen Doga in Chisinau

Am ersten Tag in Moldawien belassen wir es bei einem kurzen Spaziergang. Es ist Zeit fürs Abendessen. Und in der Strada Eugen Doga sind wir dafür genau richtig. Denn gegenüber unserem Hotel locken einige Restaurants mit verschiedener internationaler Küche.

Da die Strada Eugen Doga als Fußgängerzone ausgebaut ist – die bislang einzige übrigens in Chisinau – ist es hier angenehm ruhig und perfekt, um Leute zu beobachten. So lockt das idyllische Ambiente der Straße Brautpaare an, die wir bereits mittags beim Fotoshooting beobachten konnten.

die Strada Eugen Doga ist ein beliebter Ort für Hochzeitsfotos
Denkmal für den leninistischen Komsomol in Chisinau
Denkmal für die moldawischen Olympioniken in Chisinau

In der Strada Eugen Doga befindet sich zudem der Jüdische Campus. Beim sogenannten KEDEM sind Kulturzentrum, die Wohltätigkeitsorganisation für Senioren und der Jugendclub untergebracht. Um die Menora zu finden, welche die unscheinbare Synagoge ziert, muss man allerdings genau hinschauen.

Da die blauen Türen verschlossen und wenig einladend wirken, verzichten wir auf einen Besuch. Lieber genießen wir Pizza und die spezielle moldawische Limonade, die wir mit Freude überall dort probieren, wo sie angeboten wird.

ein Paar in der Strada Eugen Doga von Chisinau
Restaurants in der Strada Eugen Doga von Chisinau

Nach dem Essen bleibt uns genügend Zeit, um uns nochmals die Beine zu vertreten. Der abendliche Spaziergang führt uns entlang der, mit Zwergbäumen gesäumten Promenade zwischen den Fahrstreifen des Bulevardul Grigore Vieru. Auf der Strecke kommen wir am Denkmal für den leninistischen Komsomol vorbei. Komsomol war früher die Nachwuchsorganisation der kommunistischen Partei Russlands.

Es ist schon irgendwie seltsam, in einer modernen Stadt wie Chișinău auf solche Denkmäler zu stoßen. Wenig schlüssig ist uns auch das Denkmal für die moldawischen Olympioniken, das 1999 aufgestellt wurde. Hat es drei Jahre gedauert, um einen Stein für eine Silber- und eine Bronzemedaille zu klopfen? Egal, für den Auftakt haben wir schon viel gesehen und hat sich unser Bild von Moldawien bereits in diesen paar Stunden deutlich gewandelt.

Anne in einem Restaurant bei der Strada Eugen Doga in Chisinau
leckere moldawische Limonade in Chisinau
VG Wort
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