Hoffnung auf bessere Zeiten versprachen die Pläne von König Ludwig II. Er fasste 1883 den Entschluss, auf der Ruine ein Burgschloss zu errichten, dass selbst Schloss Neuschwanstein noch übertreffen sollte. Allein die schwindende Finanzkraft des Königs ließen die ursprünglichen Pläne zusammenschrumpfen. Mit seinem Tod im Juni 1886 wurden sie ganz aufgegeben. Was bleibt, ist ein auch heute noch majestätischer Blick zu den umliegenden Bergen. Gut zu erkennen sind im Süden der Breitenberg und, links davon, der West- und Ostgipfel des Aggensteins. Schauen wir nach Westen, reihen sich vor uns die Gipfel der Bergkette zwischen Pfronten und der österreichischen Enklave Jungholz wie an einer Schnur auf.
Zuletzt haben wir auch hier eine herrliche Sicht über das Vilstal bis zur Zugspitze. Nach dem Abstecher zur Ruine biegen wir beim (4) Burghotel Falkenstein links auf einen Pfad ab. Dieser führt in einigen Kehren durch den Wald hinab zur (2) Schlossanger Alp. Wer im Tal gestartet ist, biegt bei der Alp rechts ab und folgt der Zufahrtsstraße über den Parkplatz Schlossangeralm/Falkenstein und dem König-Ludwig-Weg zurück zum Ausgangspunkt. Um dieses letzte Stück nicht komplett auf der asphaltierten Straße laufen zu müssen, empfehlen wir, bei den ersten größeren Gebäuden links abzubiegen. Damit können wir zum Abschluss der Runde ein zweites Mal die Bergwiesen südöstlich von Meilingen auf uns wirken lassen.