Trotz Sprachbarrieren begreift die Oma, dass wir je einen Kaffee möchten. Nach wenigen Minuten stehen tatsächlich zwei Tassen mit einem Kaffee ähnelnden Gebräu vor uns. Das übrigens in Begleitung von je zwei Stückchen Süßgebäck. So weit, so gut, wir wollen ja nicht unhöflich sein. Wir verspeisen das Gebäck und hoffen, an dem Gebräu keinen Schaden zu nehmen. Derweil verschwindet die Oma in die Küche und klappert munter mit dem Geschirr. Kaum haben wir das bereits Aufgetischte gegessen, da stellt uns die Omi je eine Omelette vor die Nase. Wir müssen auf sie einen völlig ausgehungerten Eindruck machen.
Oder machen wir hier Bekanntschaft mit ihrer unschuldig wirkenden Masche? Sie schnappt den Heizofen, der etwas abseitssteht und zieht diesen an unseren Tisch. Und weil auch sie nicht frieren will, setzt sie sich gleich dazu. Die Stimmung ist wirklich seltsam. Wir schmunzeln und lassen alles über uns ergehen. Auch die 20 Euro, welche wir schätzen, nachdem sie eine seltsame Zahl auf einen Zettel geschrieben hat, geben wir ihr. Für zwei Kaffee und eine nicht bestellte Mahlzeit ist das zu viel. Doch soll sie glücklich damit werden. Den Besuch in Katarina's Cafe aber verbuchen wir in der Kategorie »seltsamste Begegnungen weltweit«.