Noch bevor wir uns auf dem Weg machen, lohnt sich nach der Ankunft auf dem großen Parkplatz der Besuch vom Machiaras-Kloster. Am Rand des Tróodos-Gebirges zählt die Abtei zu den ältesten und wichtigsten Klöstern auf Zypern. Der Ursprungslegende nach soll ein Einsiedler eine der 70 Ikonen, die dem Apostel Lukas zugeschrieben werden, aus Kleinasien hierher geschmuggelt haben. Bis ins 12. Jahrhundert hinein galt die Ikone, welche die heilige Jungfrau Maria zeigt, als verschollen.
Erst mit der Ankunft zwei weiterer Einsiedler aus Palästina änderte sich dies: Im Jahr 1145 bahnten sich Neophytos und Ignatius einen Weg in eine zugewachsene Höhle. Weil sie nur mithilfe von Messern durch das Strauchwerk drangen, erhielt die Ikone den Beinamen »Machairotissa«. Das griechische Wort für Messer ist Makhaira. Das an diesem Ort gegründete Kloster übernahm dann ganz den bereits bestehenden und landesweit bekannten Namen.