Reisebericht Dominikanische Republik

Rundreise und Ausflüge ab Punta Cana

Rundreise durch die Dominikanische Republik

Drei wunderschöne Wochen haben wir in der Dominikanischen Republik verbracht. Nach Flug ab München und einer Nacht in Punta Cana sind wir zu einer Rundreise gestartet. Diese führte über den Wallfahrtsort Higüey und dem Künstlerdorf Altos de Chavón in die Hauptstadt Santo Domingo. Weiter ging es über die Berge nach Jarabacoa an die Nordküste nach Puerto Plata und, im Osten, bis nach Samana. Die Rückfahrt erfolgte mit dem Boot über die Bucht von Samana durch den Nationalpark Los Haitises, einem der besten Orte, um hier Vögel zu beobachten.

Da wir es nur selten längere Zeit an einem Platz aushalten, haben wir danach ab unserem Hotel in Punta Cana zwei Ausflüge zur Isla Saona und der idyllisch gelegenen Playa Esmeralda unternommen. Auf eigene Faust sind wir außerdem ein zweites Mal nach Higüey gefahren, um nochmals die Kathedrale zu besuchen und über den Markt zu bummeln. Die Reiseleitung hatte zwar Bedenken wegen der Busse, vor Ort hat dann aber alles bestens geklappt und haben uns die Hotelangestellten beim Umstieg in den richtigen Bus geholfen.

Boote am Strand der Punta Cana
Meeresschnecken auf Cayo Levantado bei Samana

Auf der Karte zur Dominikanische Republik findet Ihr den genauen Verlauf unserer Rundreise sowie eine Karte mit den Stationen unserer Rundreise und Ausflugszielen, die wir ab Punta Cana besucht haben. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Blättern und Durchklicken, Erinnern an oder Vorfreuen auf Eure eigene Reise, Annette und Lars.

Einreise in die Dominikanische Republik

Endlich wieder Urlaub. Noch befinden wir uns über dem Atlantik, doch nach dem Start in Frankfurt und neun Stunden Flug sehen wir vor uns endlich wieder Festland. Längst hat der Flieger seine Reisehöhe verlassen und steuert auf den Flughafen von Punta Cana zu.
Schon vor der Landung überlegen wir uns, ob wir die ein oder andere Aufnahme auf dem Flughafengelände wagen können.

Das ist nämlich in der Dominikanischen Republik generell verboten. Andererseits dient der Flughafen nahe der Punta Cana einzig und allein dem Tourismus und so stört sich niemand an die vielen Urlauber, die ihre Kameras zücken, um schnell ein paar Bilder vom Airbus der LTU zu knipsen.

Anflug auf Punta Cana
LTU Flugzeug

Andere blinzeln nach dem langen Flug, denn nach dem eher gedämpften Licht im Flieger entfalten die hellen Betonplatten ihre blendende Wirkung gleich doppelt so gut. Auch Annette sucht nach ihrer Sonnenbrille,

während ich mich noch mit meiner Kamera schütze. Dann aber sind die Bilder im Kasten und kann auch ich auf dem Weg zum Terminal meine Sonnenbrille aus der Tasche kramen.

Flughafeneingang

Beim Aussteigen begrüßt uns feuchtwarme Luft und stellt klar: ja, wir sind endlich wieder in der Karibik! Außerdem sind wir froh, im Gegensatz zu vielen Mitreisenden keine lange Hose angezogen zu haben. Denn auch wenn es vom Flugzeug nur wenige Schritte - einen Shuttlebus gibt es hier nicht - zum Terminal sind, so treiben diese doch so manch anderem den Schweiß ins Gesicht.
Vor dem Eingang gibt es einen kleinen Stau. Als sich zwei Dominikanerinnen zu uns stellen, sehen wir den Grund: hier wird das erste offizielle Urlaubsfoto geschossen, welches einem ein bis maximal zwei Wochen später zum Kauf angeboten wird.

wo bleibt nur der zweite Koffer?

Wer kennt das nicht? Das Gepäckband wird zwar noch schnell gefunden, und auch die ersten Koffer lassen nicht lange auf sich warten. Dann aber passiert lange Zeit gar nichts mehr. Das Band liegt voll mit Koffer, die keiner runter nimmt und die Urlauber stehen drum herum und warten vergebens auf ihre Gepäckstücke.
So also kommen die Taschen auf der einen Seite in die Halle rein, drehen eine Runde vor den ungeduldigen Blicken der Touristen, um schließlich auf der anderen Seite wieder von der Bildfläche zu verschwinden.
Irgendwann aber merken auch wir, dass die Kofferjungen die beiden Bänder vertauscht haben und finden einen Moment auch schon unseren ersten Koffer. Der zweite freilich ließ noch gefühlte dreißig Minuten auf sich warten ... naja, Hauptsache, alles ist beieinander und so freuen wir auf drei wunderschöne Wochen, die vor uns liegen.

Rundreise ab Punta Cana

Mehrtägige Rundfahrt über die Insel Hispaniola

unser Fahrer

Früh morgens beim Hotel Riu Naiboa abgeholt, lernen wir unseren Reiseleiter kennen, Hennie Disveld, der seit einigen Jahren auf Hispaniola lebt. Schon bei seiner Begrüßung erinnert er uns mit seinem Slang an einen holländischen Entertainer und stellt damit klar: diese Reise wird lustig.
Zusammen mit den anderen Teilnehmern sowie dem Fahrer sind wir insgesamt zwölf Personen im Kleinbus. Dabei sind wir - einmal mehr - die Jüngsten in der Gruppe. Noch vor Verlassen der Hotelanlage wundern wir uns, wo die tiefen Pfützen auf der Straße herkommen, die links der Straße - nur durch den Bordstein getrennt - in den angrenzenden Sumpf mit seinen vielen Tümpeln übergehen?
»Habt Ihr denn nicht gemerkt, dass es letzte Nacht geregnet hat?« fragt uns Hennie, bevor er verrät, dass es in den letzten Wochen ungewöhnlich oft geregnet hat. »Deswegen ist hier auch alles so grün. Normal ist das um diese Zeit noch alles ganz trocken.«

leckere , straßengeräucherte Würste

Nach etwa 30 Kilometer Fahrt kommen wir durch Otra Banda, einem kleinen Ort nahe Higüeys, der vor allem durch seine Würste berühmt geworden ist. Diese nämlich hängen zusammen mit den früh morgens geschlachteten Schweinen und Fleischstücken allesamt direkt an der Straße. Bei dem Staub und den vielen Abgasen der Autos und Lkws nicht unbedingt das, was wir als lecker empfinden. Daran kann auch Hennie nichts ändern, als er uns erzählt, dass dies in Europa vor der Zeit der Kühlhäuser genauso gemacht wurde.

Die fehlenden Kühlhäuser sind sicher auch ein Grund, warum das Fleisch nicht bis zur Reife abgehangen wird, sondern noch am selben Tag auf dem Teller landet. Dies erklärt übrigens auch, warum Steaks und Schnitzel den dominikanischen Grill in der Regel zäh verlassen.

Dennoch gilt es hier als Luxus, Schweinefleisch servieren zu können. Da Schweine in den Tropen nicht so gut gedeihen, ist dieses nämlich verhältnismäßig teuer.

armes Schwein
Vorort von Higüey
VG Wort