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Higüey

Dominikaner beim Arbeiten
Higüey
einmal Kabelsalat, bitte

Vor Higüey verdichtet sich der Verkehr zusehends. Denn so wie Reiseveranstalter ihre Hotelanlagen in Punta Cana erweitern, zieht es auch immer mehr Dominikaner in diese Region. So hat sich die Einwohnerzahl Higüeys allein zwischen 2000 und 2005 von 40 auf schätzungsweise über 50 Tausend erhöht.
Durch die für dominikanische Verhältnisse gut bezahlte Arbeit in den Ressorts können sich die Einwohner Higüeys außerdem mehr leisten als anderswo auf der Insel. So bleibt es nicht aus, dass Satellitenschüsseln wie Pilze aus dem Boden schießen.
Den Strom jedoch besorgen sich die meisten Einwohner illegal. Dazu werden die Kabel einfach irgendwie an den Hauptleitungen angeschlossen. Dies führt nicht nur zu einem undurchschaubaren Kabelsalat, sondern auch immer wieder zu Ausfällen. Diejenigen, die ihre Leitung korrekt angemeldet haben, bezahlen dabei den Strom der anderen mit. Erst wenn eine Leitung völlig überlastet ist, werden die vielen »Schwarzkabel« gekappt. Anschließend beginnt das Spiel von neuem.

Schirme für Wind und Fernsehen

Bereits im Jahre 1494 wurde Higüey als eine der ersten Städte von Europäern in Amerika gegründet. Der Name jedoch stammt noch aus dem Indianischen und bedeutet soviel wie »Land der aufgehenden Sonne«. Zugleich ist Higüey der älteste und bis heute noch bedeutender Wallfahrtsort auf Hispaniola. Denn hier soll die Jungfrau Altagracia den Spaniern als Erscheinung am Gipfel eines Berges zu Hilfe geeilt sein. Ermutigt durch den Anblick der Heiligen gelang es ihnen am 21. Januar 1691, die Franzosen in die Flucht zu schlagen.

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