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St. Paul's Cathedral

Bischofssitz in Mdina

St. Paul's Cathedral in Mdina auf Malta
Sakristei in der St. Paul's Cathedral von Mdina

Einer der Hauptanziehungspunkte von Mdina ist die St. Paul's Cathedral. Die Kathedrale war der ursprüngliche Bischofssitz des Erzbistums von Malta. Sie teilt diese Funktion jedoch seit 1816 mit der St. John's Co-Cathedral von Valletta. Eine lange Schlange von Touristen vor dem Eingang der Kirche erschreckt uns etwas. Doch wir müssen ohnehin zunächst Eintrittskarten besorgen, die wir nebenan im Kathedralenmuseum bekommen.

Leider gibt es nur ein kombiniertes Ticket für die Kirche und das Museum. Wahrscheinlich mangelt es dem Museum an Besuchern. Wie die meisten Touristen verzichten wir dennoch auf den Museumsbesuch. Eine Albrecht-Dürer-Sammlung, Messgewänder und Choralbücher sind einfach nicht die Dinge, die uns vom Hocker reißen. Nennt uns Banausen – wir stehen dazu.

hier trauern die Skelette in der St. Paul's Cathedral von Mdina
Altar in der St. Paul's Cathedral von Mdina
Grabplatte in der St. Paul's Cathedral von Mdina

Am Eingang zur Kathedrale ist es inzwischen ruhig geworden. Demnach müssten die vielen Leute von vorher nun im Innern der Kirche sein. Umso überraschter sind wir, als wir die Kathedrale betreten. Es herrscht Stille und die Kirche ist so gut wie menschenleer.

Offenbar wurde die Gruppe nur schnell durch das Gotteshaus gejagt. Uns kann es recht sein. Denn so trampelt keiner auf den kunstvoll verzierten Grabplatten herum, die wie in der St. John's Co-Cathedral von Valletta, den Boden über und über bedecken.

Deckenbemalung in der St. Paul's Cathedral von Mdina
in der St. Paul's Cathedral von Mdina
in der St. Paul's Cathedral von Mdina

Die heutige Kathedrale entstand nach dem schweren Beben von 1693, dem die alte normannische Kathedrale zum Opfer gefallen war. Der Architekt war Lorenzo Gafà. Er verlieh der Kirche eine nüchterne Außenfassade, ließ ihr Inneres aber in maltesischer Pracht erstrahlen. Die sizilianischen Brüder Manno malten das Gewölbe mit Szenen aus dem Leben der Apostel Paulus und Petrus aus.

Erzählungen nach befand sich an hiesiger Stelle die Villa des römischen Prokurators Publius. Der Heilige Apostel Paulus knüpfte während seiner Zeit auf Malta Kontakte zu Publius und heilte dessen kranken Vater. Zum Dank ließ sich der oberste Verwaltungsbeamte zum Christentum bekehren.

in der St. Paul's Cathedral von Mdina
Hauptportal aus irischer Torfeiche in der St. Paul's Cathedral von Mdina
Hauptportal aus irischer Torfeiche in der St. Paul's Cathedral von Mdina

Von der alten normannischen Kathedrale hat der marmorne Taufstein die Zeit überdauert. Die einstigen Türen des Hauptportals aus irischer Torfeiche sind ebenfalls erhalten und bilden heute den Eingang zur Sakristei.

Da wir bei unserem Besuch fast alleine in der Kathedrale sind, lassen wir die Ruhe und Ausstrahlung der heiligen Gemäuer nun doch eine ganze Weile auf uns wirken. Lars nutzt die Gelegenheit zudem, um einige der Grabplatten zu fotografieren, die mit hübschen Skeletten und aufwendigen Wappen reich verziert sind.

Video St. Paul's Cathedral in Mdina

Eindrücke von der St. Peter und St. Paul-Kathedrale in Mdina. Aufnahmen aus dem Innenraum der Kirche.
VG Wort
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