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Naschmarkt

Spezialitätenmarkt von Wien

Nüssestand
Essigbrauerei

Naschmarkt - schon der Name des Marktes an der Wienzeile ist für uns Grund genug für einen Marktbummel. Da lassen wir uns auch von winterlich Temperaturen und dem eisigen Wind nicht abhalten. Dabei ist der Name irreführend.

Denn so verlockend er klingt und auch trotz der vielen Leckereien stammt er nicht vom Naschen, sondern vom Aschen, was so viel wie Eimer bedeutet. Schließlich begann der Markt Mitte des 18. Jahrhunderts zunächst als Milchmarkt, bevor sich Obst- und Gemüsestände zu den Milchbauern gesellten.

Gemüsestand
Nüsse-, Marroni- und Obststand
Werbeschild für Leberkäs-Semmel

Uns ist es einerlei. Haben wir doch alle Augen voll zu tun, die feil gebotenen Nüsse und Esskastanien, Bananen, Papaya und Melonen, Äpfel und Avocados, das Wurzelgemüse und verschiedene Zitrusfrüchte anzuschauen.
Dabei teilt sich der Markt in mehrere Bereiche: während in der Nähe des Getreidemarkts Fische und Meeresfrüchte das Bild bestimmen, beherrschen Käse- und Wurststände die Mitte des Marktes.
Besonders aufgefallen ist mir hier eine junge, adrette Dame, welche - dezent gekleidet - für den Verzehr einer heißen Leberkäs-Semmel wirbt...
Nach der Gemüsemeile wechselt der Markt zu kleinen Verkaufsläden, die kitschige Lampen und anderen Ramsch anbieten.

Weil sich solche Läden in der Regel nicht auf Dauer rentieren, sind inzwischen einige von ihnen zu kleinen Wirtschaften umgebaut worden. Ebenso finden sich in der zweiten, hinteren Reihe des Naschmarktes heute Lokale und Restaurants.

Leicht durchfroren zieht es dann auch uns in eine der kleinen Wirtschaften. Cappuccino oder Kakao? Am liebsten beides und noch lieber gaaanz heiß!

Anne beim Kaffeetrinken
Anne auf dem Naschmarkt

»Bekommt ihr noch was?« hören wir Sekunden später die schroffe Bedienung am Nebentisch eine Gruppe fragen. Nein? Im nächsten Moment kassiert sie ab und wirft die jungen Leute beinahe heraus. Schließlich gibt es noch mehr Leute, die ein warmes Plätzchen suchen.

Da sind wir doch kurz erschrocken. Wenig später aber auch schon wieder gut erheitert, weil es in der Wirtschaft zwar eine Speisekarte gibt, sämtliche Gerichte aber an einem benachbarten Stand zubereitet und in die »gute warme Stube« getragen werden.

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