Vorplatz des Königspalastes von Madrid

Palacio Real – Der Königspalast von Madrid

Spaziergang durch die Altstadt der spanischen Hauptstadt

Pflichtlektüre für die erste Reise nach Madrid ist ein Besuch des Königspalastes, des Palacio Real. Für EU-Bürger empfiehlt es sich, diesen für einen Mittwoch zu planen, weil der Eintritt dann frei ist. Den König jedoch wird man, außer zu offiziellen Anlässen, nicht im Schloss treffen. Denn er lebt in einem kleineren, deutlich ruhigeren Palast am Stadtrand Madrids.

Besichtigung des Palacio Real

Die Besichtigung des Palacio Real ist in weiten Bereichen des Palastes individuell oder geführt möglich. In den prunkvollen Gemächern und Sälen gibt es eine Fülle an kostbarem Mobiliar, Deckenfresken und Gobelins zu bestaunen. Ebenso gibt es Gold, Porzellan und Brokat in den vielen Sälen im Überfluss.

Neben dem Thronsaal sind vor allem der Salón de Alabarderos, die drei Säle von Carlos III. und der mit Fresken, Lüstern und Kandelabern geschmückte Speisesaal sehenswert. Daneben haben wir uns in der barocken Gemäldegalerie mit Werken von Velázquez, Goya und anderen berühmten spanischen Malern länger aufgehalten.

Geschichte des Palacio Real

Der Palacio Real wurde erst im Jahr 1764 fertiggestellt. Zuvor hatte an dieser Stelle, am Rand der Altstadt, eine maurische Festung mit Alcázar, also einer Burg, und Medina gestanden. Als die mehrfach erweiterte Burg am Heiligabend 1734 abbrannte, gingen unersetzliche Kunstschätze verloren. Das neue Schloss ließ dann Philipp V. aus dem Haus Bourbon nach dem Vorbild des Pariser Louvre erbauen.

Einen Eindruck, wie die alte Festung ausgesehen hat, vermittelt das Werk des spanischen Architekten Ventura Rodríguez. Es zeigt eine Anlage mit vier Flügeln aus Granit und Kalkstein, die ursprünglich rund 500 Meter lang und breit waren und die einen quadratischen Innenhof umgrenzten.

Kathedrale »Nuestra Señora de la Almudena«

Nach Besichtigung der erst 1993 fertiggestellten und von Papst Johannes Paul II. geweihten Kathedrale »Nuestra Señora de la Almudena« sowie der königlichen Parkanlagen wollen wir unseren ersten Spaziergang an der Puente de Segovia beenden. Leider aber finden wir an der Seite der Kathedrale keinen Zugang zu den Gärten.

Englische Gärten unterhalb des Schlosses

Nach etwas Suchen finden wir zwar ein Schild in Richtung der Englischen Gärten, kommen bei unserem Besuch allerdings nicht weit. Denn eine Baustelle versperrt den Zugang zwischen der Kathedrale und dem Palast. So gelangen wir erst zwei Tage später vom Spanischen Platz aus in die im englischen Stil gestalteten Gärten des Palastes, bevor uns der Anblick der mittlerweile verkehrsgerecht umgestalteten Segovia-Brücke enttäuscht. Manchmal läuft eben nicht alles wie geplant.

Da es schier nicht möglich ist, die Kathedrale aus der näheren Umgebung als Ganzes zu fotografieren, empfiehlt sich ein Abstecher zum Parque de la Montana, von dem aus sich weite Teile der Stadt überblicken lassen. Dies lässt sich dann gut mit der Besichtigung des Tempels von Debod verbinden, an dem man fast zwangsläufig vorbeikommt.

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