Hala Mirowska

Markthalle von Warschau

Hala Mirowska
Hala Mirowska
Gemüsemarkt

Weithin sichtbar, locken die Mirowska-Markthallen den neugierigen Besucher zu den zwei neuromanischen Gebäuden an der Ecke Jana Pawla II./Mirowski-Platz. Wer aber glaubt, einen einheimischen Markt, wie in vielen anderen europäischen Metropolen üblich, zu finden, irrt. Stattdessen nämlich wurde eine der Hallen (die Hala Gwardii) zeitweise als Sporthalle genutzt, während sich in der anderen ein normaler Supermarkt mit seinen Schnäppchenangeboten breit gemacht hat.

Blumenstand

Ende des 19. Jahrhunderts anstelle zweier Kasernen errichtet, erlebte auch die Hala Mirowska während des Aufstands 1944 ihre dunkelste Zeit, als die Nationalsozialisten die Halle für Massenhinrichtungen nutzten. Noch heute erinnert eine Gedenktafel am Eingang an die 5000 Menschen, die hier erschossen wurden, bevor die Markthallen selbst der Vernichtung zum Opfer fielen. 1950 bauten die Warschauer die Osthalle wieder auf. 1960 bis 1962 folgte der Wiederaufbau der Westhalle.

Marktstand mit getrockneten Früchten

Ein wenig Markt zum kleinen Trost finden wir rund um die eigentliche Markthalle, darunter übrigens erstaunlich viele Blumenstände, aber auch Gemüse, Obst und Trockenfrüchte. Ein Teil der Stände zwängt sich zwischen der eigentlichen Markthalle und einer Baustelle, hinter der sich eine Reihe weiterer, kleiner Marktgebäude befindet. Leider lässt sich bei unserem Besuch noch nicht absehen, wann der fürs Markttreiben ganz offensichtlich besser geeignete Bereich wieder öffnet, und so bleibt uns nur der Blick über den Zaun auf eine Menge Unrat und Schutt.

Blumenstand
Gemüsemarkt in der Hala Mirowska
VG Wort