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Eiffelturm

Eiffelturm
Büste zu Gedenken von Gustav Eiffel
mit Annette geht es hoch hinaus

Bei unserem ersten Parisbesuch gelang es mir noch, Annette zu überzeugen, dass es sich meistens nicht lohnt, bis zur oberen Plattform des Eiffelturms zu fahren. Stattdessen sind wir zu Fuß über die Treppen hinaufgestiegen. An meiner Überzeugung, dass es interessanter ist, aus eigener Kraft auf den Eiffelturm zu steigen, hat sich bis heute nichts geändert. Auch, weil man unterwegs ganz andere Einblicke in die Stahlkonstruktion bekommt als bei der Fahrt mit dem Lift.

Daneben lassen sich Bauarbeiterpuppen entdecken, welche die ewige Arbeit des Rostschutzes demonstrieren. Und bei dem Dunst, der fast immer über Paris liegt, reicht die Sicht von ganz oben auch nicht weiter als von der zweiten Plattform. Wie gesagt, an meiner Überzeugung hat sich nichts geändert - aber an meiner Überzeugungskraft.

unterer Teil des Turms
im Fahrstuhl

Zum Glück haben wir es zumindest recht früh aus dem Bett und zum Eiffelturm geschafft, sodass sich die Schlangen vor den Aufzügen in überschaubaren Dimensionen bewegen. Denn mit: »Ich will da ganz hoch fahren«, stellt Annette klipp und klar, dass es mir diesmal nicht gelingen wird, sie die vielen Stufen hinauf zu scheuchen. Sei es drum, lösen wir halt die Tickets für den Lift und quetschen uns eine Viertelstunde später zu ein paar Dutzend anderer Touristen in den Fahrstuhl.

Wobei ich ja zugeben muss, dass es auf diese Art schon angenehmer und schneller nach oben geht und wir während der Fahrt schöne Ausblicke durch die Stahlträger bekommen. So sehen wir bald auf die Seine und den Palais de Chaillot mit seinen vorgelagerten Fontänen herab.

Blick aus dem Aufzug auf die Seine
Blick aus dem Aufzug auf die Seine
Sicht über den Place de Trocadero und Paris
weit reicht die Sicht über die Seine

Wer sich für die Geschichte des Eiffelturms interessiert, sollte sich die Ausstellung auf der ersten Besucherplattform anschauen. So werden sich einige Besucher wundern, dass der Turm nach seiner Fertigstellung im Jahr 1889 als Schandfleck oder als tragische Straßenlaterne beschimpft wurde.
Man sah keinen Nutzen in dem Ding, sondern nur etwas Fremdes, das nicht in das Stadtbild passte. 1909 sollte er abgerissen werden. Zum Glück für das Pariser Wahrzeichen erkannte man dann aber den Wert für die Telekommunikation. So wurden durch die Höhe des Eiffelturms erstmals transatlantische Funkverbindungen möglich. Der touristische Wert kam erst viele Jahre später dazu.

VG Wort
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