Stadtpark Varosliget

Burg Vajdahunyad
Annette im Varosliget, dem Stadtwäldchen von Budapest
Burg Vajdahunyad

Nach nur 12 Minuten Fahrt hielt der Bus tatsächlich bei Köbanya-Kispest, dem Endhaltepunkt der U-Bahn. Sehr positiv: bei unserem ersten Aufenthalt wurden wir zweimal am Fahrkartenschalter (von zahnlückigen Ungarinnen) abgewiesen, bevor uns das gewünschte Metroticket verkauft wurde. Bei Köbanya-Kispest ist man auf Touristen eingestellt und wird freundlichst auch auf Deutsch bedient.

In anderen Reiseberichten mussten wir mehrmals lesen, dass Budapest mittlerweile auch nicht mehr billiger sei als westliche Städte. Bevor wir zur Pension gingen, suchten wir beim Ostbahnhof  (zu unserem allerersten mal) einen Pizzy Hut auf, wo ein Glas Orangensaft (3 dl) umgerechnet etwa einen Euro kostet (0,5 l sogar nur 1,20) und eine große Pizza bereits für unter vier Euro zu haben ist. Zum Vergleich: Als wir mal eine FDP-Wahlveranstaltung besucht haben, hat allein das Trinken knapp das Dreifache gekostet.

Steinfigur bei der Burg Vajdahunyad
Kirche bei der Burg Vajdahunyad

Ebenfalls zum allerersten mal hatten wir unsere warmen Schlafanzüge mit auf Reisen genommen. Schließlich wussten wir erst bei Ankunft in der Pension Dominik, dass unser Zimmer nicht nur gut geheizt wurde, sondern sogar eher einem Backofen glich. Und weil sich dies weder durch ein leicht geöffnetes Fenster und dank der vielen Heizungsrohre an der Außenwand auch nicht durch Abschalten des eigentlichen Heizkörpers wesentlich ändern ließ,

besorgten wir uns am nächsten morgen erstmal ein paar Liter Mineralwasser. In der nächsten Nacht warfen wir dann die Decke mitsamt unserer Schlafanzüge beiseite ...
Zunächst aber starteten wir zu einem kleinen Spaziergang durch den nahegelegenen Park »Varosliget«, in welchem unter anderem der Zoo und das Szechenyi-Heilbad untergebracht sind.

Anonymus im Varosliget
Innenhof der Kirche bei der Burg Vajdahunyad

Der Varosliget - das Stadtwäldchen und zugleich die größte Grünfläche innerhalb der Stadt - war 1896 Hauptschauplatz der Jahrtausendfeier der Stadt Budapest und beherbergt (ebenfalls aus dieser Zeit) als seine größten Einrichtungen den Zoo, den Luna-Vergnügungspark und das Szechenyi-Heilbad. Dem nicht genug, mussten wir feststellen, dass im Park außerdem die größten Hunde herumtollen. Unser Ziel jedoch war die Burg Vajdahunyad, die ebenfalls zur Milleniumsausstellung gebaut wurde und zunächst in kleineren Ausmaßen die wichtigsten in Ungarn vorkommenden Baustile nebeneinander darstellen sollte.

Die anfangs provisorisch erstellten Gebäude begeisterten die Besucher derart, dass wenig später ein etwas größerer dauerhafter Bau errichtet wurde, welcher heute neben einem Restaurant das Landwirtschaftsmuseum beherbergt. Nordöstlich der Burg wurde das Ensemble 1903 durch ein Denkmal zu Ehren des »Anonymus« ergänzt, einem namentlich unbekannten Geschichtsschreiber aus dem 12./13. Jahrhundert, der die erste ungarische Chronik verfasst haben soll.

« Flug nach Budapest

VG Wort