Blick über die Düne 45 von Sossusvlei

Rundreise durch Namibia mit Etosha Nationalpark

Reisebericht mit Wüsten, Steppen und Safaris

Zwei Wochen dauerte unsere Namibia Rundreise mit Berge & Meer. Nach dem Flug ab Frankfurt kamen wir am frühen Vormittag am Flughafen von Windhoek an. Ab dort führte uns die Route über den Fish River Canyon und Swakopmund bis zum Etosha Nationalpark.

Erlebnisse im namibischen Winter

Direkt nach der Einreise ging es am ersten Tag in die Gegend von Mariental am Rand der Kalahari. Als ersten Höhepunkt der Rundreise nahmen wir dort an einem Game Drive in der Kalahari teil, ehe wir den Sonnenuntergang bei einem Glas eiskalten Wein genießen konnten.

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus weiter in den Süden. Der erste Zwischenstopp der Rundreise war während der langen Fahrt beim Köcherbaumwald. Der Halt lohnt sich vor allem im namibischen Winter, wenn die baumartigen Aloen in voller Blüte stehen. Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir den Fish River Canyon.

An den nächsten zwei Tagen haben wir die Burg Duwisib besucht, in Sossusvlei die Düne 45 bestiegen und eine Salzpfanne sowie einen Teil des Sesriem-Canyons durchwandert.

Höhepunkte unserer Rundreise

Danach haben wir zwei Nächte in der Kolonialstadt Swakopmund verbracht, bevor wir über Cape Cross, die Felszeichnungen von Twyfelfontein und dem versteinerten Wald zum Etosha-Nationalpark gefahren sind. Dort angekommen, haben wir auf drei Touren unerwartet viele Giraffen, Zebras, Elefanten, Gnus und Impalas, Löwen, Warzenschweine, Riesentrappen ... beobachten konnten.

Nach kurzen Abstechern zum Otjikoto-See und dem Wasserberg-Plateau sowie einer weiteren Safari mit Nashorn endete unsere Rundfahrt in Windhoek. Die Hauptstadt hat zwar nicht allzu viel zu bieten, von der Rundreise aber haben wir jede Menge wirklich tolle Erlebnisse mit nach Hause genommen. Den genauen Verlauf unserer Namibia Rundreise findet Ihr in unserer Karte von Namibia.

Besondere Orte in Namibia

Diese Sehenswürdigkeiten haben uns während der Rundreise überrascht.

Einreise in Namibia am Flughafen von Windhoek

Die Einreise nach Namibia gestaltet sich zügig. Zwar müssen wir zu allererst ein Einreiseformular ausfüllen und bilden sich recht schnell längere Schlangen vor den Schaltern. Als weitere Schalter öffnen, sortiert eine Beamtin uns Wartende jedoch so lange, bis Annette und ich auf einmal ganz vorne stehen. Viel gebracht hat es allerdings nicht, da wir dafür nur um so länger am Gepäckband stehen.

Erste Eindrücke vom Land

Eine gute halbe Stunde später können wir fahren, um uns kurz darauf in einem Spar mit Wasser und Reiseproviant einzudecken. Danach passieren wir noch eine Polizeistation am Rand von Windhoek, bevor wir endlich in Richtung der Kalahari fahren und der Urlaub richtig startet. Man fährt übrigens auf der linken Seite der Straße. Denn auch wenn Namibia kurze Zeit eine deutsche Kolonie war, hat sich später das britische Verkehrssystem durchgesetzt.

FAQ – häufige Fragen zu unserer Namibia-Reise


Anfang bis Mitte Juli, also mitten im namibischen Winter. Da in zu dieser Saison die Trockenzeit herrscht, ist es wahrscheinlicher, wild lebende Tiere an den Wasserstellen der Parks zu treffen. Andererseits wird es abends recht früh dunkel und kühlt es rasch ab.

⇒ zur Chronologie unserer Reisen


Unser Reiseleiter hatte empfohlen, bereits am Flughafen bei Windhoek Geld zu tauschen, um sicher über den Fish River Canyon bis nach Swakopmund zu kommen. In unserem Fall waren das 150 Euro. Diese hätten auch bis zum Ende unserer Rundreise gereicht, wenn wir konsequent mit Visa gezahlt hätten.

Das Zahlen mit Karte war tatsächlich in jeder Lodge möglich. Daheim haben wir kein Geld getauscht, da der Kurs bei unseren Banken schlechter ist als vor Ort. Inzwischen sind wir dazu übergegangen, das Geld per Visa- oder EC-Karte vom Sparkasse Girokonto direkt am Automaten zu holen, sodass wir kaum noch Bargeld mit in Urlaub nehmen.


Namibia besteht weitgehend aus Halbwüsten und Wüsten, Etosha ist eine Tonsalzpfanne. Das alles sind denkbar schlechte Lebensräume für Mücken.

Auf die teure, schädliche und oft mit heftigen Nebenwirkungen verbundene Malaria-Profilaxe haben wir verzichtet. Wer bei seiner Namibiareise in den Nordosten ins Caprivi-Gebiet, zum Kanwango oder Kunene fährt, sollte die Profilaxe mitnehmen. Doch auch dann würden wir das Medikament nicht im Voraus nehmen, denn die Gefahr ist recht groß, dass man sich wegen einer Unverträglichkeit der Tabletten den Urlaub verdirbt.

Wohl aber gibt es Schlangen, die eine reale Gefahr darstellen. Mal kurz hinter einem Busch zu verschwinden, sollte man vermeiden. Wer einen Stein umdreht, darf mit einem Skorpion rechnen, der das gar nicht mag.

Weitere Informationen zu gesundheitlichen Risiken in Namibia gibt das Auswärtige Amt.


Da die Temperaturunterschiede im Tageslauf erheblich sind, empfiehlt es sich, die Zwiebeltechnik anzuwenden. Wenn wir nochmals nach Namibia reisen, werden wir mit Sicherheit Shirts aus Merino-Wolle einpacken. Diese haben den Vorteil, dass sie sehr leicht sind und mehrere Tage lang getragen werden können.

Wir haben solche Hemden bei unseren Wanderungen auf den Kapverden getestet und danach mehrere nachgekauft, auch langärmelige in verschiedenen Stärken. Zusammen mit der normalen Funktionskleidung ist man dann bestens gerüstet. Auch von Vorteil sind leichte, winddichte und atmungsaktive Jacken, die nicht allzu viel Platz im Gepäck brauchen.


Das Frühstück ähnelt sehr dem deutschen Frühstück. Grund ist, dass die Namibier während der kurzen Kolonialzeit die deutsche Backkunst liebgewonnen haben. Bäckereien mit Meisterbrief aus Deutschland sind damit keine Seltenheit.

Mittags haben wir meistens ausfallen lassen, um mehr zu sehen und auch, weil das Essen abends in der Regel reichlich ist. Spezialität des Landes sind natürlich Wildgerichte wie Gemsbock (Oryx), Kudu (kann etwas zäh sein) und Springbock. Gemsbock und Springbock schmecken nicht so säuerlich wie unser Wild.

Die Preise für das Abendessen sind im Vergleich zu denen in Mitteleuropa moderat, wobei Tellergerichte deutlich günstiger sind.


Zu Beginn der Reise hat unser Reiseleiter einen Supermarkt angefahren, in dem wir uns mit vielleicht sechs Liter Wasser eingedeckt haben. Da ich mich nicht daran erinnern kann, auf der Reise auch nur einmal Durst gelitten zu haben, sollte es kein Problem sein, sich während der Fahrt mit Getränken einzudecken. Weil es zwischen Sommer und Winter große Unterschiede gibt, ist es am besten, den Reiseleiter zu fragen, was er empfiehlt.


Wir haben die Rundreise pauschal bei Berge & Meer gebucht. Unsere Erfahrungen mit dem Veranstalter waren bisher immer gut bis sehr gut. In Namibia ist ein wenig ein Problem, dass es im Juli/August recht früh dunkel wird. Dadurch kann es im Programm mal ein wenig knirschen. Unser Reiseleiter hat das aber, wie wir finden, sehr gut gelöst. Die Reisegruppe hatte eine Stärke von etwa 40 Teilnehmern.

Dadurch hat man mit Sicherheit welche dabei, welche das Programm bremsen, am Nörgeln sind, ständig auf Toilette müssen oder sonst wie auffallen. Auf der anderen Seite kann man die Gesprächspartner dadurch wechseln und findet eigentlich immer jemanden, mit dem gut klar kommt. Wir hatten bei einer anderen Rundreise schon mal mit einer Gruppe Pech, die aus lediglich zehn Teilnehmern bestand.

VG Wort