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Kohlmarkt

auf dem Kohlmarkt

Über den Michaelerplatz kommen wir zum Kohlmarkt. Er stellt die Verbindung zum Graben dar und war zu Beginn des 14. Jahrhunderts der Verkaufsplatz der Kohlenhändler. Doch auch ohne diese Information könnte man auf diesen Namen der Verkaufsstraße kommen. Zumindest, wenn man sich ein wenig in den Geschäften des Kohlmarkts umschaut. Denn die Anzahl an teuren Mode- und Schmucklabels, wie Cartier, Armani, Akris, Gucci, Chanel, Dolce& Gabbana..., ist für die lediglich 200 Meter Länge des Kohlmarktes erstaunlich. Mit anderen Worten: ohne genügend Kohle ist da bald Essig. Der Blick in zum Beispiel eine alte Apotheke wie auch ein Besuch des Cafés Demel jedoch lohnt sich.

Larsi im kleinen Kaffeehaus
Waagestuhl in der Apotheke
Anne im kleinen Kaffeehaus

Die Geschichte vom Kohlmarkt reicht bis in die römische Zeit des Legionslager Vindobona zurück. Über dessen südwestliches Tor, später Peilertor genannt, war das Legionslager damals über den Kohlmarkt zu erreichen.

Durch den Bau der nahen Hofburg zog es verstärkt Juweliere und die erwähnten Luxusläden auf den Kohlmarkt. Unter anderem sind hier einige der exklusiven Hoflieferanten ansässig wie das Café Demel, die Manz’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung und die Kartografen Freytag & Berndt ansässig.

Blick von der Hofburg zum Goldenen U
Fassade vom Café Demel

Nachdem die Läden der Kaiserzeit die Kohlehändler verdrängt hatten, sind es inzwischen sie, die um ihren Standort in diesem Teil des Goldenen U von Wien bangen müssen.

Denn durch das Ende der Monarchie und das Aufkommen internationaler Marken ist der Konkurrenzkampf nunmehr so groß geworden, dass unter anderem der Kammeruhrmacher Franz Morawetz und der Juwelier Rothe Neffe ihre Geschäfte schließen mussten.

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