Spaziergang durch den Saski-Park

Platz, an dem Johannes Paul II. gepredigt hat

Wenige Schritte vom Hotel Europejski entfernt kommen wir durch die Tokarzewskieg zum Platz Marzalka-J.-Pilsudskiego. Zuerst fällt uns hier ein großes Kreuz am Rande des Platzes auf. Rundherum stehen Kerzen um eine Gedenktafel. Diese erinnert daran, dass Karol Wojtyla an dieser Stelle erstmals in Polen als Papst Johannes Paul II. predigte. Welche Bedeutung dies für die Menschen hat, sehen wir bereits am ersten Abend unseres Besuchs, an dem die Polen ein großes Glaubensfest auf dem Platz feiern.

Grab des Unbekannten Soldaten
Wache am Grad des Unbekannten Soldaten

Zwischen dem Platz und dem anschließenden Saski Park (Ogród Saski) steht das polnische Grabmal des Unbekannten Soldaten, welches 1925 im ehemaligen Sächsischen Palais errichtet wurde. Während die Deutsche Wehrmacht das Palais bei ihrem Rückzug 1944 weitestgehend zerstörte, blieb der Trakt mit dem Grabmal zumindest so gut erhalten, dass er später restauriert werden konnte.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Grab den polnischen Kämpfern in aller Welt gewidmet. Wenn die Soldaten, welche am Grab Ehrenwache halten, um 12 Uhr abgelöst werden, biegen sie übrigens beim Europejski-Hotel vom königlichen Weg ab und durchqueren ebenfalls die Tokarzewskieg. Dieses lässt sich zum Beispiel von der Caféterrasse des Hotels aus gut beobachten.

Blick zur Universität und der Visitantinnenkirche, dahinter der Kulturpalast
Eingang zum Saski-Park
Figur im Saski-Park

Am Eingang des Saski-Parks (Park der Sachsen) begrüßen uns eine Reihe Skulpturen, welche bei dem herrlichen Wetter wohl am liebsten von ihren Sockeln gesprungen wären, um mit uns durch die prächtigen Parkalleen und verschlungenen Wege zu schlendern. Neben einigen klassizistischen Baudenkmälern beherbergt der Park das Restaurant St. Antonio, eine frühere Orangerie, in der wir wahrscheinlich ganz vorzüglich hätten speisen können.
Stattdessen genießen wir aber lieber die grüne Oase inmitten der Millionenstadt und tanken noch etwas Sonne, bevor wir uns in das düsterste Kapitel der Warschauer Geschichte begeben.

VG Wort